Deutsche Tageszeitung - Milei bezeichnet UNO vor Vollversammlung als "nutzlose Organisation"

Milei bezeichnet UNO vor Vollversammlung als "nutzlose Organisation"


Milei bezeichnet UNO vor Vollversammlung als "nutzlose Organisation"
Milei bezeichnet UNO vor Vollversammlung als "nutzlose Organisation" / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Argentiniens Präsident Javier Milei hat die Vereinten Nationen während der UN-Generaldebatte scharf attackiert. Die UNO sei zu einer "nutzlosen Organisation geworden, die nur dazu dient, eine Kaste von fatal arroganten Parasiten zu ernähren, die sich als wohlmeinende Bürokraten tarnen", sagte Milei am Mittwoch in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York.

Textgröße ändern:

Die UNO sei ihrer Pflicht zur Gewährleistung der kollektiven Sicherheit und der Menschenrechte nicht nachgekommen, sagte der ulrarechte Staatschef, der einer der engsten Verbündeten von US-Präsident Donald Trump in Lateinamerika ist. Stattdessen habe der Staatenbund zugelassen, dass sich "Chaos, Gewalt und internationaler Terrorismus" ausbreiten.

Milei kritisierte die Vereinten Nationen auch mit Blick auf die Falkland-Inseln und die von Großbritannien genehmigten Ölbohrungen nahe dem Archipel, die nach Auffassung Argentiniens gegen eine UN-Resolution verstoßen. "Diejenigen, die sich an die Regeln halten, werden dafür nicht belohnt, während diejenigen, die sie brechen, keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben", sagte er.

Die Falkland-Inseln sind britisches Überseegebiet, werden aber von Buenos Aires beansprucht. In Argentinien wird das Archipel, das 400 Kilometer vor der Küste des Landes liegt, Las Malvinas genannt. 1982 hatte die damalige argentinische Militärjunta die Inselgruppe besetzt. Großbritannien eroberte sie nach einem kurzen Krieg zurück. Dabei wurden 649 Argentinier, 255 Briten und drei Inselbewohner getötet.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

AfD-Politiker erstmals Landtagspräsident: Partei sieht Brandmauern gefallen

Zum ersten Mal in Deutschland ist mit dem Abgeordneten Tobias Rausch in Sachsen-Anhalt ein Politiker der in Teilen rechtsextremistischen AfD zum Landtagspräsidenten gewählt worden. Der 35-Jährige erhielt am Dienstag im Magdeburger Landtag 48 Stimmen und damit neun Stimmen außerhalb seiner eigenen Fraktion. Rausch forderte ein Ende "der politischen Brandmauern". Oppositonsparteien sprachen von einem "schwarzen Tag für den Parlamentarismus" in Deutschland.

Festnahme von Ex-BND-Chef Hanning alarmiert die Bundespolitik

Die Festnahme des früheren BND-Chefs August Hanning hat die Bundespolitik alarmiert - und Sorge vor einem Vertrauensverlust bei ausländischen Partner-Geheimdiensten genährt. Sicherheitspolitiker von Regierung und Opposition forderten am Dienstag eine umfassende Aufklärung des Falls. Für den CDU-Geheimdienstexperten Marc Henrichmann zeigt die Festnahme die "Handlungsfähigkeit" des Rechtsstaats. Nach Auffassung der Linken sind die Nachrichtendienste "selbst ein Sicherheitsrisiko".

AfD-Landtagspräsident Rausch: "Brandmauern sollten der Vergangenheit angehören"

Der neugewählte AfD-Landtagspräsident von Sachsen-Anhalt, Tobias Rausch, hat sich für einen offeneren Umgang mit seiner Partei ausgesprochen. "Die Zeiten der politischen Brandmauern sollten der Vergangenheit angehören", sagte der 35-Jährige am Dienstag nach seiner Wahl im Landtag in Magdeburg. Außerhalb des Parlaments "interessiert sich kein Mensch für parteipolitische Taktik". Die Menschen hätte nur eine Frage: "Funktioniert unser Land?"

Bundespräsident Steinmeier will zu Staatsbesuch nach Frankreich reisen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will am Mittwoch gemeinsam mit mehreren Ministern und Ministerpräsidenten zu einem mehrtägigen Staatsbesuch nach Frankreich reisen. Der Besuch biete Gelegenheit, "die Tiefe der deutsch-französischen Freundschaft zu kräftigen", hieß es aus dem französischen Präsidialamt. Frankreich wird derzeit von einer Welle von Schülerprotesten erschüttert, bei der es gewaltsame Ausschreitungen mit mindestens tausend Verletzten gab.

Textgröße ändern: