Deutsche Tageszeitung - Peseschkian sieht Entscheidung über Ende des Iran-Kriegs bei den USA

Peseschkian sieht Entscheidung über Ende des Iran-Kriegs bei den USA


Peseschkian sieht Entscheidung über Ende des Iran-Kriegs bei den USA
Peseschkian sieht Entscheidung über Ende des Iran-Kriegs bei den USA / Foto: © AFP

Irans Präsident Massud Peseschkian sieht die Entscheidung über ein Ende des Iran-Kriegs bei den USA. "Wir wollen nicht weitermachen", sagte Peseschkian dem US-Sender Fox News in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview. "Amerika muss entscheiden, ob es dies beenden will oder nicht", sagte er laut der Übersetzung des Senders. Dem Iran sei der Krieg "aufgezwungen" worden. Verantwortlich dafür seien "von Israel ausgehende Provokationen".

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Laut Peseschkian ist der Iran bereit, eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Konflikts zu erzielen. Der iranische Staatschef kritisierte, dass Washington "entschieden" habe, das mit Teheran erzielte Abkommen "nur zwei Wochen nach dessen Unterzeichnung platzen zu lassen".

Eine Vereinbarung zwischen Washington und Teheran war im Juni mit dem Ziel geschlossen worden, die Kampfhandlungen zwischen beiden Ländern zu beenden. Der Krieg hatte Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen. Eine im April vereinbarte Waffenruhe beendete zunächst knapp 40 Tage heftiger Angriffe, die Vereinbarung vom Juni sollte den Weg zu einem dauerhaften Ende des Konflikts ebnen.

Anfang Juli brach die Vereinbarung jedoch in sich zusammen, beide Seiten warfen sich gegenseitig Verstöße vor. Ein zentraler Streitpunkt ist die Straße von Hormus. Der Iran hält die für den Welthandel wichtige Meerenge seit Kriegsbeginn weitgehend blockiert, die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade iranischer Häfen.

Seitdem hat die Meerenge Bab al-Mandab zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit dem Indischen Ozean. Sie ist eine wichtige Route für den internationalen Schiffsverkehr, besonders für den Export von saudiarabischem Öl.

Große Teile der jemenitischen Küste an Bab al-Mandab werden jedoch seit vergangener Woche von den pro-iranischen Huthis kontrolliert. Die Miliz, die die vom benachbarten Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierungstruppen bekämpft, hatte im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer angekündigt und seither Ziele in dem Königreich angegriffen. Später startete sie eine Blitzoffensive.

Eine Verantwortung des Iran für das Vorgehen der Huthis wies Peseschkian in dem Fox-Interview nachdrücklich zurück. "Die Huthis sind für ihr eigenes Handeln verantwortlich", sagte er dem Sender. Die jemenitische Miliz "nimmt keine Anweisungen von uns entgegen", führte Peseschkian aus. Sie agiere "auf der Grundlage der ihnen aufgezwungenen Situationen", hieß es laut der Übersetzung des Senders.

Weiter sagte Peseschkian: "Wir stehen mit ihnen in Kontakt." Es gebe aber "keine systematische Beziehung".

Peseschkian hatte am Mittwoch eine Rede vor der UN-Vollversammlung in New York gehalten. Dabei wies er unter anderem die erneuten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen sein Land zurück und bekräftigte den iranischen Anspruch auf die Straße von Hormus.

Der Iran ist ein langjähriger militärischer Unterstützer der Huthis, weist eine Verwicklung in den aktuellen Konflikt jedoch zurück. Die Huthis im Jemen sind wie die islamistische Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon Teil der iranischen "Achse des Widerstands". Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels.

(I.Beryonev--DTZ)

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