Deutsche Tageszeitung - Brantner und Banaszak kandidieren erneut als Grünen-Vorsitzende

Brantner und Banaszak kandidieren erneut als Grünen-Vorsitzende


Brantner und Banaszak kandidieren erneut als Grünen-Vorsitzende
Brantner und Banaszak kandidieren erneut als Grünen-Vorsitzende / Foto: © AFP/Archiv

Die Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak streben eine zweite Amtszeit an. Beide wollen sich beim Parteitag Anfang Dezember erneut zur Wahl stellen, wie sie am Sonntag mitteilten. "Ich kandidiere erneut als euer Bundesvorsitzender, um mit euch allen unsere Partei für die nächste Bundestagswahl aufzustellen", schrieb Banaszak in einer Mail an seiner Unterstützer. Sie bewerbe sich "gemeinsam mit Felix erneut um den Co-Vorsitz unserer Partei", teilte Brantner auf Instagram mit.

Textgröße ändern:

Die beiden wurden im November 2024 an die Grünen-Spitze gewählt. Seitdem hätte die Partei es geschafft, "eine neue Kampagnenfähigkeit und Dynamik herzustellen, kurz: uns zu erneuern", betonte Banaszak. Es gebe aber auch noch "ausstehende Bausteine einer grünen Erneuerung". Er wünsche sich "eine Partei, die nicht versucht, eine zweite Linke oder eine CDU light zu sein, sondern um ihre hart erkämpfte Eigenständigkeit weiß".

Die Grünen müssten im Alltag der Menschen präsent sein, forderte Banaszak. Er wünsche sich zudem eine Partei, "die nicht die Finsternis bewirtschaftet, sondern die Hoffnung organisiert".

Sie und Banaszak hätten die "Partei inhaltlich weiterentwickelt, auch wo es schmerzhaft war, und unsere Strukturen reformiert", zog Brantner Bilanz. Ziel sei eine Partei, "der die Menschen zutrauen, dieses Land voranzubringen".

Der Bundesparteitag der Grünen, die sogenannte Bundesdelegiertenkonferenz, findet vom 4. bis 6. Dezember in Berlin statt.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Erste Begegnung seit Kriegsbeginn: Wadephul trifft russischen Außenminister Lawrow

Erstmals seit dem Beginn des Ukraine-Krieges vor viereinhalb Jahren haben sich die Außenminister aus Deutschland und Russland getroffen - eine Annäherung gab es aber nicht. Bei seinem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in New York seien die "fundamentalen Unterschiede" bei der Beurteilung des Krieges deutlich geworden, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) der ARD. Bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine wurden am Wochenende mehr als 20 Menschen getötet.

Großbritannien: Ernster Vorfall nahe Luftwaffenbasis - Mehrere Festnahmen

Die britische Polizei hat in der Nähe eines Luftwaffenstützpunkts mehrere Männer wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen. Experten für die Entschärfung von Bomben würden derzeit "mehrere Fahrzeuge untersuchen", teilte die Polizei der südwestlichen Grafschaft Gloucestershire am Sonntag mit und sprach von einem ernsten Vorfall. Medienberichten zufolge übernahm die Anti-Terror-Polizei die Ermittlungen. Die Royal Air Force-Basis Fairford wird auch von der US-Luftwaffe genutzt.

Schweizer lehnen strengere Auslegung von Neutralität ab

Die Menschen in der Schweiz haben mit großer Mehrheit gegen eine strengere Auslegung der politischen Neutralität ihres Landes gestimmt. Bei einer Volksabstimmung am Sonntag votierten laut Prognosen 71 Prozent der Stimmberechtigten dafür, die Neutralität in der bestehenden Form beizubehalten. Damit kann die Schweiz auch weiterhin Sanktionen der EU etwa gegen Russland übernehmen.

Nordirland: 2000 Menschen blockieren umstrittene Parade des Oranier-Ordens

In der nordirischen Stadt Portadown haben rund 2000 Menschen eine kurz zuvor genehmigte umstrittene Parade des protestantischen Oranier-Ordens blockiert. Sie marschierten am Sonntagmorgen im Gebiet der Garvaghy Road in einem katholischen Viertel der Stadt auf, um die geplante Kundgebung der Protestanten zu verhindern. Ein Gericht hatte dem Oranier-Orden in der Nacht zum Sonntag die Parade genehmigt.

Textgröße ändern: