Deutsche Tageszeitung - Studie: Deutsche haben weniger Angst - Sorge vor steigenden Lebenshaltungskosten

Studie: Deutsche haben weniger Angst - Sorge vor steigenden Lebenshaltungskosten


Studie: Deutsche haben weniger Angst - Sorge vor steigenden Lebenshaltungskosten
Studie: Deutsche haben weniger Angst - Sorge vor steigenden Lebenshaltungskosten / Foto: © AFP/Archiv

Trotz aller Krisen haben die Deutschen einer Studie zufolge insgesamt weniger Angst. Der sogenannte Angstindex sank auf 38 Prozent, wie die R+V-Versicherung in ihrer am Donnerstag in Wiesbaden veröffentlichten Studie "Die Ängste der Deutschen" herausfand. Das sind nur zwei Prozentpunkte mehr als im bislang sorgenärmsten Jahr 2021. Der bisherige Spitzenwert lag bei 52 Prozent im Jahr 2016.

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Mehrere Ängste erreichten ihren bisherigen Tiefstand. Trotz eines Hitzesommers fiel die Angst vor dem Klimawandel auf 30 Prozent. Noch niedriger ist mit 27 Prozent die Furcht vor Naturkatastrophen. "Angesichts der scheinbar unaufhaltsamen Veränderungen wird das Gefühl der Angst offenbar durch Resignation überlagert", erklärte Studienautorin Isabelle Borucki.

An erster Stelle der größten Sorgen bleibt laut der Studie zum bereits 16. Mal in Folge die Angst vor weiter steigenden Lebenshaltungskosten. 59 Prozent fürchten, dass ihr Geld nicht dauerhaft zum Leben reicht. Auf dem zweiten Platz landet mit 53 Prozent die Angst vor Steuererhöhungen oder Leistungskürzungen. Dahinter folgt auf Platz drei die Sorge vor einer Überforderung des Staats durch Flüchtlinge. Dieser Wert stieg innerhalb von einem Jahr von 49 Prozent auf 52 Prozent.

51 Prozent sorgen sich vor einer schwachen Wirtschaft. Binnen einem Jahr stieg die Angst vor einer Rezession um zehn Prozentpunkte - stärker als jede andere Sorge. Hatte diese Sorge vor einem Jahr noch auf dem zehnten Platz gelegen, erreichte sie nun Platz vier. Ebenfalls unter den zehn stärksten Ängsten sind unter anderem unbezahlbarer Wohnraum und Spannungen durch weiteren Zuzug aus dem Ausland.

48 Prozent fürchten, dass die Politik von ihren Aufgaben überfordert ist. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als 2025. Die Studienteilnehmer gaben Regierung und Opposition im Schnitt eine Schulnote von 4,1. Noch schlechter war der Wert zuletzt 2018 unter der Regierung der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewesen. Für die repräsentative Erhebung wurden zwischen Mai und Juli 2400 Männer und Frauen ab 14 Jahren befragt.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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