Deutsche Tageszeitung - Hegseth: Tech-Milliardär Musk wird an US-Projekt zur "Zukunft der Kriegsführung" mitarbeiten

Hegseth: Tech-Milliardär Musk wird an US-Projekt zur "Zukunft der Kriegsführung" mitarbeiten


Hegseth: Tech-Milliardär Musk wird an US-Projekt zur "Zukunft der Kriegsführung" mitarbeiten
Hegseth: Tech-Milliardär Musk wird an US-Projekt zur "Zukunft der Kriegsführung" mitarbeiten / Foto: © AFP/Archiv

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth holt den Tech-Multimilliardär Elon Musk in ein neues Team zur "Zukunft der Kriegsführung". Wie Hegseth am Mittwoch (Ortszeit) in einer Rede vor der Militärspitze auf dem Militärstützpunkt Quantico südwestlich von Washington ankündigte, sollen die "besten Köpfe" der USA in dem Projekt zusammenarbeiten. "Projekt Meridian" solle die technologische und militärische Dominanz der USA auf dem "Schlachtfeld" für die Zukunft sichern.

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Musk wird Hegseth zufolge das Projekt gemeinsam mit dem Mitbegründer des Rüstungstechnologieunternehmens Anduril Industries, Palmer Luckey, und dem ehemaligen republikanischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, leiten. Das Projekt soll handverlesene Führungskräfte aus der Privatwirtschaft und Fachexperten einbeziehen. Die Ergebnisse sollen innerhalb von 120 Tagen fertiggestellt und vorgelegt werden.

Washington nutze dabei einen Vorteil, über den seine "Gegner" nicht verfügten, betonte der US-Verteidigungsminister: "unsere Innovatoren, unsere ranghohen Führungskräfte und unsere Technologen". Ziel von "Projekt Meridian" sei es, "kreativ in die Zukunft zu blicken und die Bereiche zu identifizieren, die wir erobern müssen, und die Fähigkeiten, die wir meistern müssen", sagte Hegseth weiter. Dabei gehe es jedoch nicht um die Entwicklung neuer Strategien oder einer neuen Politik.

Musk hatte US-Präsident Donald Trump zu Beginn seiner zweiten Amtszeit als Berater zur Seite gestanden und im Auftrag des Präsidenten tausende Stellen im Staatsapparat und bei Ministerien gestrichen. Im Mai 2025 schied Musk bei der Regierungsabteilung für staatliche Effizienz (Doge) jedoch wegen eines Zerwürfnisses mit Trump über die massiv steigenden Staatsschulden aus. Inzwischen haben sich beide wieder versöhnt. Dem Mulimilliardär Musk, Eigentümer des KI-Unternehmens xAI sowie unter anderem des Raketenunternehmens SpaceX, werden von Kritikern immer wieder rechtslastige, demokratiefeindliche und rassistische Tendenzen vorgeworfen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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