Deutsche Tageszeitung - Von ICE-Mitarbeiter getötet: Familie von Renee Good verklagt Trump-Regierung

Von ICE-Mitarbeiter getötet: Familie von Renee Good verklagt Trump-Regierung


Von ICE-Mitarbeiter getötet: Familie von Renee Good verklagt Trump-Regierung
Von ICE-Mitarbeiter getötet: Familie von Renee Good verklagt Trump-Regierung / Foto: © AFP/Archiv

Die Familie der von der US-Einwanderungsbehörde ICE getöteten US-Bürgerin Renee Good verklagt die Regierung von Präsident Donald Trump. Wie aus Gerichtsdokumenten vom Donnerstag hervorgeht, wurden zwei Klagen auf Bundesebene eingereicht, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Die Angehörigen von Good fordern zudem Schadenersatz. Die 37-jährige Good war am 7. Januar in der Stadt Minneapolis am Rande von Protesten gegen Abschieberazzien erschossen worden.

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Die erste Klage richtet sich gegen die US-Regierung. Die zweite ist gegen den ICE-Mitarbeiter gerichtet, der die 37-Jährige erschossen hatte, aber auch hochrangige Vertreter der Trump-Regierung wie die damalige Heimatschutzministerin Kristi Noem und den stellvertretenden Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller. Beide hatten Good "Terrorismus" vorgeworfen; Noem hatte zudem vor Medien trotz eines Videos, welches das Gegenteil bewies, gesagt, Good habe versucht, einen Polizeibeamten zu überfahren.

"Renees Tod war kein Unfall", erklärten die Anwälte der Familie. Sie bezeichneten ihn als das "vorhersehbare Ergebnis" einer Politik, die aggressive Konfrontationen fördere. Die Trump-Regierung hatte ihr hartes Vorgehen gegen Einwanderer und das Verhalten ihrer Mitarbeiter der Einwanderungsbehörden verteidigt und erklärt, dass das Handeln des ICE-Mitarbeiters gerechtfertigt gewesen sei.

Die unbewaffnete Good war am 7. Januar am Rande von Protesten gegen Abschieberazzien der US-Einwanderungspolizei in Minneapolis erschossen worden. Zwei Wochen später wurde ein weiterer US-Bürger getötet. Die Tötungen heizten die Proteste gegen die Massenabschiebungen von Präsident Trump und gegen ICE weiter an.

(L.Møller--DTZ)

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