Deutsche Tageszeitung - Paris: Macron und Milei beraten über Rohstoffe und Investitionen

Paris: Macron und Milei beraten über Rohstoffe und Investitionen


Paris: Macron und Milei beraten über Rohstoffe und Investitionen
Paris: Macron und Milei beraten über Rohstoffe und Investitionen / Foto: © AFP

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinen argentinischen Kollegen Javier Milei am Donnerstag zu Wirtschaftsgesprächen in Paris empfangen. Dabei berieten die beiden Staatschefs nach Angaben des französischen Präsidialamts unter anderem über Rohstoffe wie Lithium und Kupfer. Der französische Energiekonzern TotalEnergies kündigte Investitionen von knapp zehn Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro) in dem südamerikanischen Land an.

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Auch der französische Bergbaukonzern Eramet stellte weitere Investitionen in Aussicht. Das Unternehmen will eine Erweiterung seiner Lithiumproduktion in Centenario beantragen. Das mögliche zusätzliche Investitionsvolumen bezifferte Eramet auf rund 350 Millionen Dollar.

Der ultrarechte Milei ist in Begleitung mehrerer Minister, Provinzgouverneure und Unternehmenschefs nach Frankreich gekommen, um auf einem Wirtschaftsforum für Investitionen in Argentinien zu werben.

In Frankreich lebende Argentinier kritisierten den Besuch. "Es ist erstaunlich, dass die französische Regierung ihm den roten Teppich ausrollt, wohlwissend, was er für schreckliche Dinge in Argentinien tut", sagte die 70 Jahre alte Argentinierin Mónica Sánchez.

Milei bezeichnet sich selbst als "Anarchokapitalist" und pflegt gute Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump. Seit seinem Amtsantritt Ende 2023 hat seine Regierung die Staatsausgaben drastisch gekürzt und einen Haushaltsüberschuss erzielt. Die jährliche Inflationsrate sank in dieser Zeit von rund 161 Prozent auf zuletzt 35 Prozent.

Milei steht unter anderem wegen der hohen sozialen Kosten seiner Sparpolitik und seines konfrontativen Politikstils in der Kritik. In einem Interview mit einem französischen Sender erklärte er kürzlich, dass die Europäer Trump nicht schätzten, weil dieser "die Wahrheit darüber sagt, wie Europa untergeht".

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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