Deutsche Tageszeitung - Rechtsrock-Razzia: Zehntausende Tonträger und hohe Vermögenswerte beschlagnahmt

Rechtsrock-Razzia: Zehntausende Tonträger und hohe Vermögenswerte beschlagnahmt


Rechtsrock-Razzia: Zehntausende Tonträger und hohe Vermögenswerte beschlagnahmt
Rechtsrock-Razzia: Zehntausende Tonträger und hohe Vermögenswerte beschlagnahmt / Foto: © AFP/Archiv

Bei einer Razzia in der sogenannten Rechtsrockszene haben die Ermittler zehntausende Tonträger und Vermögenswerte in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro beschlagnahmt. Bei den Durchsuchungen wurden 33.000 CDs, LPs und Kassetten entdeckt, wie die Staatsanwaltschaft Rostock und das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern am Freitag gemeinsam mitteilten. Auch 130 sogenannte IT-Asservate wurden beschlagnahmt.

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Bei der Razzia am Mittwoch, an der rund 400 Beamte im Einsatz waren, wurden die Räume von vier Beschuldigten in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Bayern durchsucht. Sie sollen spätestens seit dem Jahr 2020 mit dem Herstellen und Verkauf von Tonträgern mit volksverhetzender Musik eine "nationalsozialistische, antisemitische, rassistische und menschenverachtende Ideologie" verbreitet haben.

Gegen die Tatverdächtigen im Alter von 43 bis 55 Jahren werde wegen mitgliedschaftlicher Beteiligung in einer kriminellen Vereinigung ermittelt, ein Beschuldigter gelte als Rädelsführer, hatte es am Mittwoch geheißen. Festnahmen seien nicht geplant gewesen, es sei um die Aufklärung der vorliegenden Verdachtsfälle gegangen.

Im Zuge der Razzia wurden außerdem Objekte von acht weiteren Beschuldigten in Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen durchsucht. Ihnen wird Volksverhetzung im Zusammenhang mit der von der Bande verbreiteten Musik vorgeworfen. Außerdem liefen Durchsuchungen in Estland, Italien, Polen und Tschechien. Dabei handele es sich aber um Gesellschaften, die keine Kenntnis von den Inhalten der Tonträger hatten, betonten die Ermittler am Freitag.

(V.Sørensen--DTZ)

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