Deutsche Tageszeitung - Schwedens Wahlsiegerin Andersson unternimmt zweiten Anlauf zur Regierungsbildung

Schwedens Wahlsiegerin Andersson unternimmt zweiten Anlauf zur Regierungsbildung


Schwedens Wahlsiegerin Andersson unternimmt zweiten Anlauf zur Regierungsbildung
Schwedens Wahlsiegerin Andersson unternimmt zweiten Anlauf zur Regierungsbildung / Foto: © AFP/Archiv

In Schweden wird die sozialdemokratische Wahlsiegerin Magdalena Andersson einen zweiten Anlauf zur Bildung einer Regierung unternehmen. Parlamentspräsident Andreas Norlen sagte am Freitag auf einer Pressekonferenz, auf der Grundlage seiner Gespräche mit Parteienvertretern habe er entschieden, dass Anderson "damit beauftragt wird, die Sondierungsaufgabe wiederaufzunehmen".

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Der von Andersson angeführte oppositionelle Mitte-Links-Block hatte die Parlamentswahl am 13. September knapp gewonnen. Dennoch war es der Sozialdemokratin in einem ersten Anlauf nicht gelungen, die vier Parteien des Blocks - Sozialdemokraten, Grüne, Linke und Zentrumspartei - für die Bildung einer Regierung zusammenzubringen.

Parlamentspräsident Norlen kündigte nun an, Andersson solle ihre neuen Sondierungen am kommenden Montag beginnen. "Ich will den Parteien etwas Zeit zum Nachdenken geben, bevor der formelle Prozess wiederaufgenommen wird", sagte er. Die Voraussetzungen im Parlament hätten sich seit der erstmaligen Beauftragung Anderssons mit der Regierungsbildung nicht geändert.

Nach dem Scheitern von Anderssons erstem Anlauf vor einigen Tagen war allgemein erwartet worden, dass Norlen dem amtierenden konservativen Regierungschef Ulf Kristersson die Aufgabe der Regierungsbildung übertragen würde.

Kristersson führte bisher eine Minderheitsregierung aus seinen Moderaten, den Christdemokraten und den Liberalen an, die im Parlament auf die Unterstützung der rechtspopulistischen Schwedendemokraten angewiesen war. Die Schwedendemokraten mussten bei der Wahl jedoch erhebliche Verluste einstecken.

Die Sozialdemokraten, Grünen, Linkspartei und Zentrumspartei kommen im neuen Parlament zusammen auf 176 Sitze. Auf Kristerssons bisheriges Bündnis inklusive der Schwedendemokraten entfallen 173 Sitze.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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