Deutsche Tageszeitung - Jemens Regierungstruppen melden Angriffe auf Ziele der Huthis im gesamten Land

Jemens Regierungstruppen melden Angriffe auf Ziele der Huthis im gesamten Land


Jemens Regierungstruppen melden Angriffe auf Ziele der Huthis im gesamten Land
Jemens Regierungstruppen melden Angriffe auf Ziele der Huthis im gesamten Land / Foto: © AFP

Regierungstruppen im Jemen haben eigenen Angaben zufolge Ziele der pro-iranischen Huthi-Miliz im gesamten Land angegriffen. Die Streitkräfte hätten Angriffe in der von den Huthis kontrollierten Hauptstadt Sanaa, in der nordwestlichen Provinz Saada – einer der Hochburgen der Gruppe – sowie in Tais im Südwesten des Jemen ausgeführt, erklärte Militärsprecher Madschid al-Nusaili am Sonntag. Nur wenige Stunden zuvor hatte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz eine Anlage des saudiarabischen Ölriesen Aramco in Riad angegriffen.

Textgröße ändern:

Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Samstag von einem Brand in der Ölanlage in der Hauptstadt. Es ist bereits das dritte Mal, dass die Huthis saudiarabische Ölanlagen angreifen: Im September hatten sie bereits in der Hafenstadt Janbu - dem wichtigsten Ölterminal des Landes - und im August im Süden Saudi-Arabiens Ölanlagen attackiert.

Die Huthi-Kämpfer "haben einen groß angelegten Militäreinsatz durchgeführt und dabei mehrere ballistische Raketen und Drohnen eingesetzt, um Aramco in der Hauptstadt des saudiarabischen Feindes anzugreifen", erklärte der Huthi-Sprecher Jahja Saree. Die "präzisen und direkten" Angriffe hätten "Brände an den getroffenen Standorten" ausgelöst, fügte er hinzu. Die Behörden Saudi-Arabiens äußerten sich zunächst nicht zu den Vorfällen.

Zuvor hatten die Huthis der Armee Saudi-Arabiens vorgeworfen, Luftangriffe auf die von der Miliz kontrollierte jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen zu haben. Der den Huthis nahestehende Sender Al-Masirah berichtete, "feindliche Flugzeuge" des Königreichs hätten im Laufe des Tages 26 Luftangriffe auf Sanaa geflogen. Die Stadt sei bereits am Donnerstag zum ersten Mal seit Jahren wieder angegriffen worden, erklärten die Huthis, ohne Angaben zu möglichen Opfern zu machen.

Ein AFP-Korrespondent hörte in Sanaa mindestens fünf Explosionen in verschiedenen Stadtteilen. Ein anderer sah, wie zwei Kampfflugzeuge Raketen abfeuerten.

Die Kämpfe zwischen der pro-iranischen Huthi-Miliz und dem an den Jemen grenzenden Saudi-Arabien sind im Juli wieder aufgeflammt und haben im Iran-Krieg eine neue Front gebildet. Saudi-Arabien unterstützt die Regierungstruppen im Jemen in ihrem Kampf gegen die pro-iranische Miliz.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" nach elfmonatigem Einsatz wieder in Kalifornien

Der in die Negativschlagzeilen geratene US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" ist nach rund elf Monaten in seinen Heimathafen im kalifornischen San Diego zurückgekehrt. Angehörige der rund 5000 Matrosen und Marinesoldaten begrüßten am Donnerstag am Kai ihre Liebsten, die sie seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen hatten. Für viele Soldatinnen und Soldaten war es ein emotionales Wiedersehen mit ihren Familien.

Polizei: Mann in New York bei Auseinandersetzung mit Bundeskräften angeschossen

In New York ist nach Angaben der örtlichen Polizei ein Mann bei einer Auseinandersetzung mit Einsatzkräften der Bundesbehörden angeschossen worden. Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) sei es im Stadtviertel Marble Hill in der Bronx "zu einem Schusswaffenvorfall unter Beteiligung" von Bundesmitarbeitern der Strafverfolgungsbehörden gekommen, teilte die New Yorker Polizei mit. Örtlichen Medien zufolge führte die für ihr hartes Vorgehen bekannte Einwanderungsbehörde ICE zum Zeitpunkt des Vorfalls einen Einsatz aus.

Mehr als 70.000 Teilnehmer bei neuen Schülerprotesten in Frankreich

Bei neuen Schülerprotesten in Frankreich sind landesweit mehr als 70.000 Menschen auf die Straße gegangen. Das Innenministerium in Paris sprach am Donnerstag von 71.500 Demonstranten. Etwa 55.000 von ihnen hätten an Protestaktionen vor Schulgebäuden teilgenommen. Die restlichen hätten sich an Protestmärschen beteiligt. Mehr als 500 Menschen seien festgenommen worden, knapp 50 Sicherheitskräfte seien verletzt worden, teilte das Ministerium mit.

Bundestag fordert breitere Datengrundlage bei Pränataltests

Für vorgeburtliche Bluttests, mit denen bestimmte genetische Auffälligkeiten beim ungeborenen Kind festgestellt werden können, sollen nach dem Willen des Bundestages genauere Regeln geschaffen werden. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag in namentlicher Abstimmung mit großer Mehrheit für einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag. Mehr als hundert Abgeordnete von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken fordern eine genauere Regelung, wann diese sogenannten "nicht invasiven Pränataltests" (NIPT) zur Feststellung von Trisomie-Erkrankungen angewendet werden sollen.

Textgröße ändern: