Deutsche Tageszeitung - Schlagerlegende Mouskouri und weitere Persönlichkeiten mit Verdienstorden geehrt

Schlagerlegende Mouskouri und weitere Persönlichkeiten mit Verdienstorden geehrt


Schlagerlegende Mouskouri und weitere Persönlichkeiten mit Verdienstorden geehrt

Die aus Griechenland stammende Schlagerlegende Nana Mouskouri und weitere Menschen sind von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Insgesamt 21 Persönlichkeiten erhielten die Ehrung am Montag in Berlin anlässlich des Tags der deutschen Einheit.

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Neben der 91-Jährigen Mouskouri, die den Preis zur Anerkennung ihres Einsatzes für Frieden und Freiheit erhielt, wurden unter anderem auch der Jazzmusiker Till Brönner, der Politikwissenschaftler Herfried Münkler, die Politikerin und frühere Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband, der Schriftsteller Navid Kermani und die Marineoffizierin Nariman Hammouti, die sich unter anderem in der islamischen Militärseelsorge engagiert, geehrt.

Ausgezeichnet wurden auch die in den USA lebende Tova Friedman, die als eine der Jüngsten das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebte, und ihr Enkel Aron Goodman. Um über den Holocaust aufzuklären, geht Friedman in Schulen, Universitäten sowie an Gedenkorte und erzählt ihre Geschichte. Ihr Enkel Aron richtete zusammen mit seiner Großmutter 2021 einen Tiktok-Kanal ein, auf dem er ihr Fragen zu ihrer Lebensgeschichte und dem Holocaust stellt. Die beiden erreichen damit weltweit eine große Zahl junger Menschen.

Steinmeier würdigte die Ausgezeichneten für ihr Engagement für das Gemeinwesen. Sie alle trügen "seit Langem dazu bei, dass die Demokratie in unserem Land lebendig werden konnte, lebendig ist und lebendig bleibt", sagte der Bundespräsident laut Redetext. Sie verbinde insbesondere das Bewusstsein um die Geschichte der deutschen Teilung, "um die erstrittene Freiheit, den erkämpfte Demokratie". Die Demokratie müsse weiter "streitbar und entschieden erhalten und verteidigt werden".

Ein "bisschen wehmütig" zeigte sich Steinmeier, dass er die Orden zum Einheitstag zum letzten Mal aushändigen durfte. Seine Amtszeit läuft im kommenden Jahr aus.

(U.Beriyev--DTZ)

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