Deutsche Tageszeitung - London: Teheran "fast sicher" für Vorfall an Luftwaffenstützpunkt verantwortlich

London: Teheran "fast sicher" für Vorfall an Luftwaffenstützpunkt verantwortlich


London: Teheran "fast sicher" für Vorfall an Luftwaffenstützpunkt verantwortlich
London: Teheran "fast sicher" für Vorfall an Luftwaffenstützpunkt verantwortlich / Foto: © AFP/Archiv

Nach Aussage des britischen Premierministers Andy Burnham ist es "fast sicher", dass die iranischen Revolutionsgarden hinter den verdächtigen Aktivitäten an einem auch von den USA genutzten britischen Militärstützpunkt im Südwesten Englands stehen. "Ich kann unsere Einschätzung bestätigen, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit im Iran koordiniert wurde, fast sicher unter der Leitung der Islamischen Revolutionsgarde Irans", sagte Burnham am Montag im Parlament in London.

Textgröße ändern:

"Wir werden diese Drohungen auf unserem Boden nicht dulden", betonte Burnham und stellte neue Sanktionen gegen Teheran in Aussicht. Bereits am 30. September hatte der Labour-Politiker gesagt, es gebe "starke Hinweise darauf, dass der Iran eine Rolle bei den Ereignissen gespielt hat".

Das britische Außenministerium bestätigte am Montag, dass der iranische Botschafter zu Gesprächen einbestellt worden sei.

Die britische Polizei war Ende September zu dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford gerufen worden, der auch von der US-Armee für den Krieg gegen den Iran genutzt wurde - mittlerweile haben die USA alle B-1-Bomber abgezogen. Die Polizei entdeckte an dem Stützpunkt drei weiße Lieferwagen und nahm insgesamt sieben Verdächtige fest, die aber alle wieder freigelassen wurden. Unter ihnen war auch ein britisch-iranischer Doppelstaatler.

Die beschlagnahmten Fahrzeuge wurden nach Polizeiangaben umfassend untersucht. Spuren von Sprengstoff wurden nicht gefunden.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Oberstes Gericht bestätigt Aussetzung von Wahlrecht für bestimmte Auslands-Spanier

Wenige Wochen vor den Neuwahlen in Spanien hält der Oberste Gerichtshof an der Aussetzung des Wahlrechts für zahlreiche außerhalb Spaniens lebende Wähler fest. Nach einer Beschwerde bekräftigten die Richter am Montag, dass bestimmte unter dem sogenannten Enkelgesetz eingebürgerte Spanier nur wählen dürfen, falls sie nachweisen können, dass ihre Angehörigen tatsächlich vor dem Bürgerkrieg (1936–1939) und der Franco-Diktatur (1939–1975) geflohen sind.

EU und Großbritannien planen Gipfeltreffen für den 20. November

Die EU und Großbritannien wollen am 20. November ihr ursprünglich für Juli geplantes Gipfeltreffen nachholen. "Gemeinsam wollen wir unsere Zusammenarbeit vertiefen, unsere Resilienz stärken, unsere Fähigkeit zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen ausbauen und Stabilität in Europa und darüber hinaus fördern", erklärte EU-Ratspräsident António Costa am Montag. Er freue sich darauf, gemeinsam mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den britischen Premierminister Andy Burnham zum zweiten Gipfel in Brüssel begrüßen zu dürfen, schrieb Costa im Onlinedienst X.

Stromsteuer-Senkung und klare Worte zur AfD: CDU will sich aus Krise arbeiten

Neue Entlastungen für die Bürger und frischer Schwung bei den Reformen: Die CDU will mit einem nachgeschärften Profil und gezielten Verbesserungen für die Menschen im Land Vertrauen zurückgewinnen. "Wir müssen uns aus einem Tief herausarbeiten", sagte Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz am Montag in Berlin. Er kündigte unter anderem eine Absenkung der Stromsteuer "für alle" an. Zum Umgang mit der AfD richtete er klare Worte an mögliche Abweichler in den eigenen Reihen.

Nato-Kommandeur warnt Russland: Jeder Angriff auf das Bündnis wäre "sinnlos"

Der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, hat Russland vor einem Angriff auf das Bündnis gewarnt und betont, dass jeder Angriff "sinnlos" wäre. "Wenn jemand so töricht ist, uns anzugreifen, werden wir kämpfen", sagte Grynkewich am Montag bei einem Besuch in Polen. "Wir werden den Angriff stoppen und dem Angreifer die Möglichkeit nehmen, seine Ziele zu erreichen, welche auch immer das sein mögen", betonte der Oberbefehlshaber.

Textgröße ändern: