Deutsche Tageszeitung - Ukrainischer Präsident Selenskyj zu Besuch bei Burnham in London erwartet

Ukrainischer Präsident Selenskyj zu Besuch bei Burnham in London erwartet


Ukrainischer Präsident Selenskyj zu Besuch bei Burnham in London erwartet
Ukrainischer Präsident Selenskyj zu Besuch bei Burnham in London erwartet / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird an diesem Mittwoch zu einem Besuch in Großbritannien erwartet. Premierminister Andy Burnham werde Selenskyj am Regierungssitz in der Londoner Downing Street empfangen, um die "felsenfeste Unterstützung" Großbritanniens für die Ukraine zu bekräftigen, teilte die britische Regierung in der Nacht mit. Konkret soll es unter anderem um die beschleunigte Lieferung wichtiger Luftabwehrraketen gehen. Dies sei Teil "dringender Unterstützung in den kommenden Wochen", erklärte Burnhams Regierung.

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Großbritannien werde die Unterstützung für die Ukraine noch weiter verstärken, hieß es in der Mitteilung der Regierung. Burnham habe die zuständigen Kabinettsmitglieder bereits gebeten, "weitere Sanktions-, Militärhilfe- und Finanzpakete auszuarbeiten, um in den kommenden Wochen dringende Unterstützung zu leisten, und die Lieferung wichtiger Luftabwehrraketen zu beschleunigen".

"Meine Botschaft an das ukrainische Volk könnte nicht klarer sein", wurde Burnham zitiert. "Wir stehen so lange an Eurer Seite, wie es nötig ist, und wir werden unsere Unterstützung ausweiten und beschleunigen, um Euren mutigen Kampf für Frieden in Europa zu unterstützen."

Selenskyjs Besuch in London erfolgt vor dem Hintergrund neuer Spannungen mit US-Präsident Donald Trump. Trump hatte am Freitag eine Vereinbarung mit Kreml-Chef Wladimir Putin über die Lieferung von russischem Diesel bekanntgegeben. Mit dem umstrittenen Diesel-Deal setzte sich Trump über die vom Westen und den USA verhängten Russland-Sanktionen hinweg. Nach Kritik Selenskyjs an der Vereinbarung forderte Trump dessen Ablösung und Neuwahlen in der Ukraine.

Zwei Tage nach der Bekanntgabe des Diesel-Deals verkündete Trump dann eine "Energie-Waffenruhe": Die Ukraine und Russland hätten zugestimmt, ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur im jeweils anderen Land einzustellen, erklärte er. Selenskyj reagierte zunächst überrascht, erklärte aber, die Ukraine werde eine Waffenruhe unterstützen. Moskau bestätigte das Inkrafttreten einer "Energie-Waffenruhe" hingegen nicht.

Die Ukraine greift seit Monaten als Reaktion auf die massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffe verstärkt die Energieinfrastruktur in Russland an und nimmt dabei unter anderem Raffinerien und Öldepots ins Visier. Trump verlangt ein Ende der ukrainischen Angriffe. Bei den Kongresswahlen am 3. November stehen seine Republikaner wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten und insbesondere der infolge des Iran-Kriegs hohen Spritpreise unter Druck.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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