Deutsche Tageszeitung - Deutschlandtag der Jungen Union: Reddig will keine Personaldebatten zu Merz

Deutschlandtag der Jungen Union: Reddig will keine Personaldebatten zu Merz


Deutschlandtag der Jungen Union: Reddig will keine Personaldebatten zu Merz
Deutschlandtag der Jungen Union: Reddig will keine Personaldebatten zu Merz / Foto: © AFP/Archiv

Beim Deutschlandtag der Jungen Union (JU) sollen nach den Worten des stellvertretenden JU-Vorsitzenden Pascal Reddig keine Personaldebatten über Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) geführt werden. Wie der Bundestagsabgeordnete am Freitag im ZDF-Morgenmagazin sagte, geht es der Jungen Union um konstruktive Kritik, um die Arbeit der Bundesregierung zu verbessern.

Textgröße ändern:

Der Grund für den Vertrauensverlust der CDU bei vielen Menschen sei, dass die Partei ihre Versprechen noch nicht ausreichend umgesetzt habe, sagte Reddig. Ziel müsse nun sein, eine Rentenreform für Mehrgenerationengerechtigkeit auf den Weg zu bringen. Gerade bei der Rente mit 63 handele es sich um eine Vereinbarung, die gemeinsam in der Koalition getroffen wurde. Daran müssten sich nun alle halten, auch die Koalitionspartner der SPD.

Die aktuellen internen Debatten zur Positionierung der SPD bei der Rente seien nicht das Problem der CDU, sagte Reddig. Damit das Rentenniveau wieder steige, sei jetzt ein Umsteuern nötig. Die Junge Union kämpfe daher für die Umsetzung des Vorschlags aus der Rentenkommission, der Reddig federführend angehört. Auch alle Koalitionspartner sollten sich daran halten.

Auf Nachfragen zur Rückzahlung von staatlichen Fördermitteln, die die Junge Union laut einem Bericht des "Focus" wegen Geldnot in Schwierigkeiten gebracht haben soll, reagierte Reddig gelassen. Die Ausgaben seien eben immer teurer geworden und als Jugendorganisation habe man wenige Einnahmen.

Laut "Focus" hatte die Jugendorganisation für die Rückzahlung einen Kredit der Mutterpartei in Höhe von 350.000 Euro aufnehmen müssen. Für den Deutschlandtag sei das Thema allerdings nicht relevant, da bereits alle Mittel zurückgezahlt seien, sagte Reddig.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Kallas: EU kann Starlink-System in der Ukraine "kurzfristig" nicht ersetzen

Nach der zeitweisen Drosselung des Satelliten-Kommunikationsdienstes Starlink in der Ukraine hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas die Bedeutung der Technik für Kiew hervorgehoben. "Starlink ist für die Ukraine wirklich notwendig", sagte Kallas am Freitag zu Beginn des zweiten Tages des EU-Gipfels in Brüssel. "Leider kann Europa diese Fähigkeit kurzfristig nicht ersetzen."

Bundesländer fordern Recht auf Vergessenwerden nach Krebserkrankung

Die Bundesländer setzen sich für ein Recht auf Vergessenwerden nach einer überstandenen Krebserkrankung ein. Auf Initiative mehrerer Länder fasste der Bundesrat am Freitag eine entsprechende Entschließung, in der sie die Bundesregierung auffordern, ein Gesetz auf den Weg zu bringen. Ziel sei es, dass Betroffene etwa beim Abschluss von Versicherungen oder bei der Kreditvergabe keine Nachteile mehr erfahren.

EU-Gipfel: Costa plädiert für stärkere Unterstützung der Ukraine

Vor Beginn des fünften Kriegswinters in der Ukraine hat EU-Ratspräsident António Costa der Ukraine die anhaltende Unterstützung der EU zugesichert. "Jetzt ist nicht der Moment, die Sanktionen gegen Russland zu lockern. Jetzt ist die Zeit, unsere Unterstützung zu verstärken", sagte Costa am Freitag in Brüssel vor dem Hintergrund der Bestrebungen von US-Präsident Donald Trump, einige Sanktionen gegen Russland zu lockern, um kurz vor den US-Wahlen die Treibstoffpreise zu senken.

Bauministerin Hubertz: Vergesellschaftungsverbot soll schnellstmöglich kommen

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will rasch ein Gesetz gegen die Vergesellschaftung von Wohnraum auf den Weg bringen. Ein solches Gesetz solle "so schnell es geht" kommen, sagte sie dem Nachrichtenportal t-online. Die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne ist vor allem in Berlin Thema: Die Linke hatte mit dem Vorhaben Wahlkampf zur Wahl des Abgeordnetenhauses gemacht - und die Wahl gewonnen. Nun führt sie Sondierungsgespräche mit der SPD und Grünen.

Textgröße ändern: