Deutsche Tageszeitung - Emirate schicken Diplomatin Nusseibeh ins Rennen um Amt der UN-Generalsekretärin

Emirate schicken Diplomatin Nusseibeh ins Rennen um Amt der UN-Generalsekretärin


Emirate schicken Diplomatin Nusseibeh ins Rennen um Amt der UN-Generalsekretärin
Emirate schicken Diplomatin Nusseibeh ins Rennen um Amt der UN-Generalsekretärin / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Die Vereinigten Arabischen Emirate schicken die Diplomatin Lana Nusseibeh ins Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres. Nach der Ablehnung aller bisherigen Kandidaten durch die Vetomächte bei der jüngsten Probeabstimmung im UN-Sicherheitsrat nominierten die Emirate am Mittwoch die Staatsministerin im Außenministerium für den höchsten UN-Posten.

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Es sei an der Zeit, "mit größerer Dringlichkeit zu handeln: früher zu handeln, Menschen über Unterschiede hinweg zusammenzubringen und die Arbeit voranzutreiben, bis sie konkrete Ergebnisse liefert", erklärte Nusseibeh, die Abu Dhabi bis 2024 als Botschafterin bei den Vereinten Nationen vertrat.

Am vergangenen Freitag konnte sich bei der Probeabstimmung im UN-Sicherheitsrat keiner der sieben Kandidaten für die Nachfolge von Guterres die Unterstützung aller fünf Vetomächte sichern. Die Abstimmungen im UN-Sicherheitsrat erfolgen geheim und traditionell in mehreren Runden. Die Vetomächte Großbritannien, China, Frankreich, Russland und die USA können Bewerber blockieren. Der gewählte Kandidat oder die Kandidatin muss danach von der UN-Vollversammlung bestätigt werden.

Die ehemalige Vizepräsidentin Costa Ricas, Rebeca Grynspan, die derzeit die Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) in Genf leitet, erzielte das beste Ergebnis. Sie erhielt aber auch fünf ablehnende Stimmen, darunter zwei von ständigen Ratsmitgliedern. Dahinter folgten der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, und die ehemalige Außenministerin des Karibikstaates Guyana, Carolyn Rodrigues-Birkett. Zudem bewerben sich Ecuadors frühere Außenministerin María Fernanda Espinosa, die ecuadorianische Diplomatin Ivonne A-Baki und Ugandas ehemaliger UN-Botschafter Olara Otunnu um den Posten. Senegals Ex-Präsident Macky Sall zog seine Kandidatur nach der Probeabstimmung zurück.

Bislang stand noch nie eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen. Das Amt wird nach einer ungeschriebenen Regel jedes Mal rotierend an eine andere geografische Region vergeben, dieses Mal wäre nach dem Portugiesen Guterres Lateinamerika an der Reihe.

(V.Sørensen--DTZ)

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