Deutsche Tageszeitung - Trump gibt vorzeitig Stimme für US-Kongresswahl ab

Trump gibt vorzeitig Stimme für US-Kongresswahl ab


Trump gibt vorzeitig Stimme für US-Kongresswahl ab
Trump gibt vorzeitig Stimme für US-Kongresswahl ab / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat vor den Kongresswahlen vom 3. November vorzeitig seine Stimme abgegeben. Trump ging am Samstag in einem Wahllokal im Landkreis Palm Beach im Bundesstaat Florida nahe seiner Privatresidenz Mar-a-Lago wählen. Begleitet wurde der 80-Jährige dabei von seiner Ehefrau Melania. Der US-Präsident, dessen Republikanern bei den sogenannten Midterms eine empfindliche Niederlage droht, trug anschließend einen Aufkleber mit der Aufschrift "I voted" (Ich habe gewählt) am Revers seines Sakkos.

Textgröße ändern:

Bei den Kongress-Zwischenwahlen in zehn Tagen werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses und 35 der 100 Senatoren neu gewählt. Die oppositionellen Demokraten hoffen, Trumps Republikanern die Mehrheit in beiden Kongresskammern entreißen zu können.

Insbesondere beim Repräsentantenhaus haben sie gute Chancen. Die US-Wähler nutzen die Midterms traditionell dazu, die Partei des Präsidenten abzustrafen. Trump kommt zudem in Umfragen auf historisch schlechte Zustimmungswerte, unter anderem wegen steigender Lebenshaltungskosten und des in der Bevölkerung unbeliebten Iran-Kriegs.

In den USA können Wähler schon vor dem eigentlichen Wahltag ihre Stimme abgeben, entweder persönlich oder per Briefwahl. Trump hat immer wieder Briefwahlen kritisiert. Er bezeichnet sie als betrugsanfällig, obwohl es keinerlei Hinweise auf weit verbreiteten Wahlbetrug gibt.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Erneut Gewalt bei regierungskritischen Protesten in Albanien

Bei erneuten regierungskritischen Protesten in Albaniens Hauptstadt Tirana haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte heftige Auseinandersetzungen geliefert. Protestierer warfen Steine auf das Bildungsministerium und attackierten die Sicherheitskräfte mit Feuerwerkskörpern, die Polizei setzte Wasserwerfer, Gummigeschosse und Tränengas ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

2000 Palästinenser aus ihren Häusern in Hebron vertrieben

Bei der Großoffensive der israelischen Armee im besetzten Westjordanland sind in der Stadt Hebron rund 2000 Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben worden. "Ausgewählte Einheiten der Armee sind jetzt dort im Einsatz", sagte Verteidigungsminister Israel Katz am Samstag dem israelischen Sender Kan. Die 2000 betroffenen Palästinenser dürften nicht zurückkehren, "bevor wir nicht alle Probleme mit der Hamas in Hebron geregelt haben".

Fast 1000 Festnahmen bei landesweiten Protesten in Frankreich - Zwei Schwerverletzte

Bei den erneuten Massenprotesten in Frankreich sind fast 1000 Menschen festgenommen worden. Die Zahl werde voraussichtlich noch steigen, sagte Innenminister Laurent Nuñez am Samstagabend vor Journalisten. Die genehmigten Protestzüge seien zunächst "gut verlaufen". Die Einsatzkräfte der Polizei seien später allerdings "mit einem extrem erhöhten Maß an Gewalt" von "Militanten der extremen Linken" konfrontiert gewesen.

Tausende bei Abschlusskundgebungen von Lula und Bolsonaro vor Stichwahl in Brasilien

Vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien sind am Samstag tausende Anhänger beider Kandidaten auf die Straße gegangen. Der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva fuhr am berühmten Strand von Copacabana in Rio de Janeiro auf der Ladefläche eines Lastwagens durch eine riesige Menge seiner Anhänger. Sein Herausforderer Flávio Bolsonaro scharte in Belo Horizonte, der Hauptstadt des südöstlichen Bundesstaats Minas Gerais, tausende Anhänger um sich.

Textgröße ändern: