Deutsche Tageszeitung - Ukraine widerspricht Musk im Streit über Starlink-Nutzung

Ukraine widerspricht Musk im Streit über Starlink-Nutzung


Ukraine widerspricht Musk im Streit über Starlink-Nutzung
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Die Ukraine weist Elon Musks Vorwurf zurück, sie habe Starlink entgegen den Nutzungsbedingungen für offensive Drohnenangriffe eingesetzt. Zugleich meldeten beide Kriegsparteien neue Tote und Verletzte.

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Die Ukraine hat Vorwürfe von Elon Musk zurückgewiesen, wonach ihre Streitkräfte den Satellitendienst Starlink entgegen den Nutzungsbedingungen für offensive Drohnenangriffe eingesetzt hätten. Präsidentenberater Serhij Beskrestnow erklärte, einzelne schnellere Verbindungen seien eher auf den Algorithmus von SpaceX zurückzuführen; eine Aufhebung der Beschränkungen könne Kiew derzeit nicht feststellen. Musk hatte erklärt, Starlink sei als ziviler kommerzieller Dienst nie für offensive Drohnenangriffe zugelassen gewesen. Die ukrainische Armee habe gegen die Bedingungen verstoßen, eine entsprechende technische Lücke sei in der vergangenen Woche geschlossen worden. Das getrennte System Starshield werde dagegen von der US-Regierung kontrolliert. Starlink bleibe für die ukrainische Verteidigung entscheidend, schrieb Musk.

Parallel meldeten ukrainische Behörden neue russische Angriffe. In der Region Dnipropetrowsk habe es in der Nacht zum Sonntag mehr als 20 Attacken mit Drohnen und einer Fliegerbombe gegeben. Drei Menschen seien am Angriffsort und ein weiterer Mann später im Krankenhaus gestorben; mehr als ein Dutzend Menschen seien verletzt worden. Russische Behörden berichteten ihrerseits von zwei Toten und 13 Verletzten nach schweren ukrainischen Drohnenangriffen auf Belgorod, rund 40 Kilometer von der Grenze entfernt. Die Angaben beider Kriegsparteien ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj bezifferte die russischen Angriffe innerhalb einer Woche auf fast 2.300 Kampfdrohnen, rund 1.600 gelenkte Fliegerbomben und 48 Raketen verschiedener Typen. Betroffen gewesen seien neun Regionen sowie Kraftwerke, Getreidelager, Wohnhäuser und Gewerbegebäude. Selenskyj verlangte von westlichen Partnern eine schnellere Lieferung von Abfangraketen. Italiens stellvertretender Regierungschef Matteo Salvini kündigte unterdessen an, sich gegen weitere Geld- und Waffenlieferungen an die Ukraine einzusetzen. Auf einem Lega-Parteitag wurde er mit 465 Stimmen als Vorsitzender bestätigt; sein Herausforderer Massimo Garavaglia erhielt 146 Stimmen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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