Deutsche Tageszeitung - Düsseldorf installiert 18 Vielfalts-Ampelpärchen

Düsseldorf installiert 18 Vielfalts-Ampelpärchen


Düsseldorf installiert 18 Vielfalts-Ampelpärchen
Düsseldorf installiert 18 Vielfalts-Ampelpärchen

Nach einer politischen und rechtlichen Debatte hat Düsseldorf an 18 Fußgängerampeln neue Symbole mit gleich- und gemischtgeschlechtlichen Paaren eingesetzt.

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Nach politischem Streit um Einführung Düsseldorfs erste Vielfalts-Ampelpärchen sind da Fußgängerampeln an Heinrich-Heine-Allee und Königsallee zeigen nun Vielfalts-Ampelpärchen.

Düsseldorf · Um die Einführung hatte es in Düsseldorf heftige politische Diskussionen gegeben. Nun wurden 18 Fußgänger-Signalanlagen mit neuen Symbolen ausgestattet. Wo stehen die besonderen Ampeln? Nach politischem Streit um die Einführung sind sie nun da: Düsseldorfs erste Vielfalts-Ampelpärchen. Die Stadt hat dafür an ausgewählten Fußgängerampeln an der Heinrich-Heine-Allee und der Königsallee die Lichtanlagen umgerüstet. Damit möchte man die weltoffene und vielfältige Stadtgesellschaft im öffentlichen Raum sichtbar machen, wie es heißt. Insgesamt wurden 18 Fußgängerampeln mit den neuen Symbolen ausgestattet. Sie befinden sich an Fußgängerquerungen zwischen Altstadt, Königsallee und Schadowstraße sowie im nördlichen Teil der Königsallee.

Zum Einsatz kommen drei Varianten: zwei weibliche Figuren, zwei männliche Figuren sowie eine weibliche und eine männliche Figur. Die dargestellten Personen stehen beziehungsweise gehen jeweils Hand in Hand. „Die verschiedenen Ampelpärchen stehen für unterschiedliche Formen des Miteinanders und machen die Vielfalt der Gesellschaft im Stadtbild sichtbar“, so die Stadt. Mit diesen speziellen Ampelfiguren macht die Stadt ihre weltoffene und vielfältige Stadtgesellschaft im öffentlichen Raum sichtbar.

Wichtig ist der Verwaltung, darauf hinzuweisen, dass bei der Auswahl und Gestaltung die straßenverkehrsrechtlichen Vorgaben berücksichtigt sind. Denn die Ampelpärchen hatten im Spätsommer 2024 für Diskussionen in der Düsseldorfer Politik gesorgt. Kostenpflichtiger Inhalt Dem Antrag von SPD, Grünen und FDP stimmte damals eine große Ratsmehrheit zu – doch Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hatte schon vor der Ratssitzung angekündigt, den absehbaren Beschluss zu beanstanden. Keller begründete das damals mit der notwendigen rechtlichen Klärung. Der Oberbürgermeister muss laut Gemeindeordnung eine Entscheidung beanstanden, wenn sie gegen geltendes Recht verstößt. Rechtliche Bedenken hatte die Stadt schon zuvor angemeldet und auf die „eindeutigen Vorgaben zur Gestaltung der Symbole in Lichtsignalanlagen“ der Straßenverkehrsordnung verwiesen sowie auf den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, wonach der Einsatz alternativer Motive „rechtlich zweifelhaft“ sei. Insgesamt wurden 18 Fußgängerampeln mit den neuen Symbolen ausgestattet.

Außerdem hatte der Oberbürgermeister Zweifel an der „Symbolpolitik“ durch die Ampeln geäußert. „Wenn der Eindruck entsteht, dass Symbole wichtiger sind als Lösungen, schadet das dem Vertrauen in unser demokratisches System“, sagte er damals. Es brauche viel mehr Konzentration auf die „wirklich zentralen Herausforderungen unserer Stadt“. Sie befinden sich an Fußgängerquerungen zwischen Altstadt, Königsallee und Schadowstraße sowie im nördlichen Teil der Königsallee.

Nun sind die Ampeln da. Entscheidend sei bei der Einführung gewesen, dass der Regelungscharakter der Lichtzeichen erhalten bleibe und die Verkehrssicherheit jederzeit gewährleistet sei. „Die Figuren müssen zudem eindeutig als stehende beziehungsweise gehende Fußgängerinnen und Fußgänger erkennbar sein“, erklärt die Stadt. Darum gibt es zum Beispiel auch keine Radschläger-Ampeln. Berücksichtigt wurden nun reine Fußgängerquerungen. Orte mit gemeinsamen Fuß- und Radverkehrssignalen sowie Bereiche mit Straßenbahngleisquerungen seien „aus Gründen der Verkehrssicherheit und der technischen Signalführung“ ausgenommen worden. Die Kosten für den Austausch der Signalscheiben belaufen sich auf rund 3400 Euro.

(B.Izyumov--DTZ)

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