Steinmeier wirbt für Zusammenarbeit mit China bei Entwicklung von E-Autos
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum Auftakt seines Staatsbesuchs in China für eine engere Kooperation im Automobil-Bereich geworben. "Wir sollten selbstbewusst sein, was die technologische Zusammenarbeit mit China angeht", sagte Steinmeier am Dienstag nach dem Besuch eines Entwicklungszentrums von Volkswagen in der östlichen Provinz Anhui. Wenn Entwicklungen in China erfolgreich seien, könnten sie nach Deutschland und Europa übernommen werden.
Das Zentrum von Volkswagen China Technology Company (VCTC) in der Stadt Hefei ist laut dem Konzern das größte Entwicklungszentrum außerhalb Deutschlands. "3000 Ingenieure und Tech-Spezialisten arbeiten dort an der Entwicklung intelligenter und voll vernetzter Elektroautos", betonte Steinmeier. Damit nehme Volkswagen Anteil an der "stürmischen technologischen Entwicklung", die in China stattfinde.
Nach dem Besuch setzte Steinmeier seine Reise durch die Provinz Anhui fort. Gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender fuhr er mit dem Hochgeschwindigkeits-Zug in den Kreis Yixian, wo er am Mittwoch das Unesco-Weltkulturerbe-Dorfes Hongcun besuchen wird.
Steinmeier bleibt noch bis Samstag in China. Am Freitag wird er in Peking zu Gesprächen mit Ministerpräsident Li Qiang und Staatspräsident Xi Jinping erwartet.
Deutschland müsse sich um gute Beziehungen mit China bemühen, betonte Steinmeier am Dienstag. Die deutsch-chinesischen Beziehungen seien indes so vielfältig, dass sie in "kein einfaches Schwarz-Weiß-Raster passen". Deshalb beschränke sich sein Besuch nicht nur auf die wirtschaftlichen Zentren des Landes.
Begleitet wird Steinmeier von einer Delegation aus dem Deutschen Bundestag, dem EU-Parlament und der Bundesregierung sowie von Vertretern aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die Reise erfolgt vor dem Hintergrund einer vertieften Auseinandersetzung Deutschlands und Europas mit den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu China. Der letzte Staatsbesuch des Bundespräsidenten in China hatte 2018 stattgefunden.
(M.Dylatov--DTZ)