Deutsche Tageszeitung - Steinmeier drängt in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland

Steinmeier drängt in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland


Steinmeier drängt in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Besuch in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland gedrängt. "Das Prinzip des Win-Win, das unsere Wirtschaftsbeziehungen ausgezeichnet hat", sagte Steinmeier am Freitag in Peking, "das wollen wir wahren". Der Bundespräsident betonte außerdem die "dichten, hochdynamischen" Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern - gerade diese "müssen wir natürlich immer wieder überprüfen und immer wieder anfassen".

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Steinmeier betonte zudem, dass Deutschland und China "profitiert haben von weltweiten Bedingungen, die wirtschaftliche Verflechtungen haben entstehen lassen", sowie von "globalen Regeln". Das habe dazu geführt, dass China und Deutschland "heute zu den größten Volkswirtschaften der Welt gehören".

Steinmeier hatte bereits am Donnerstag Fairness von China in den Handelsbeziehungen mit der EU angemahnt. "Wenn wir Europäer merken, dass unsere Unternehmen keinen oder nur streng kontrollierten Zugang zum chinesischen Markt erhalten, im Gegenzug aber staatlich subventionierte chinesische Exporte in unsere Märkte fließen (...), dann entsteht für uns die Gefahr einseitiger Verwundbarkeit", sagte Steinmeier bei einer Rede an der Peking-Universität laut Redetext.

Steinmeier war am Dienstag in China eingetroffen und bleibt bis Samstag in dem Land. Am Freitag trifft er den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang und Chinas Staatspräsident Xi Jinping. Die Reise erfolgt vor dem Hintergrund einer vertieften Auseinandersetzung Deutschlands und Europas mit den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu China. Der letzte Staatsbesuch des Bundespräsidenten in China hatte 2018 stattgefunden.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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