Deutsche Tageszeitung - Trump wettert bei Wahlkampfauftritt in Florida gegen "Kommunisten" bei Demokraten

Trump wettert bei Wahlkampfauftritt in Florida gegen "Kommunisten" bei Demokraten


Trump wettert bei Wahlkampfauftritt in Florida gegen "Kommunisten" bei Demokraten
Trump wettert bei Wahlkampfauftritt in Florida gegen "Kommunisten" bei Demokraten / Foto: © AFP

Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Florida die Demokraten erneut scharf attackiert. Die Kundgebungen seiner Republikaner hätten nur einen Zweck: zu verhindern, dass bei den sogenannten Midterms "Kommunisten, die Amerika hassen", die Kontrolle über den US-Kongress übernähmen, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) vor Anhängern in Daytona Beach. Auch mehrere demokratische Kongresskandidaten griff er persönlich an.

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Zugleich erneuerte Trump sein Versprechen, jedem erwachsenen US-Staatsbürger 5000 Dollar zu zahlen, falls seine Republikaner bei der Wahl am Dienstag die Mehrheit in beiden Kongresskammern verteidigen. Experten bezweifeln allerdings, dass der Präsident eine solche Auszahlung rechtlich durchsetzen könnte.

Zuvor hatte sich Trump im Weißen Haus verhaltener zu den Wahlchancen seiner Partei geäußert. "Ich glaube, wir haben eine Chance, gut abzuschneiden. Vielleicht sogar sehr gut", sagte er. Zugleich räumte er ein, dass die Partei des amtierenden Präsidenten bei den Zwischenwahlen üblicherweise Verluste hinnehmen müsse.

Für Wirbel hatte zuletzt Trumps Wahlkampfkalender gesorgt. Am Donnerstag waren zwei geplante Auftritte in den Bundesstaaten Kansas und Iowa abgesagt worden. Einen Tag später wurden sie für Sonntag wieder angesetzt. Beide Bundesstaaten hatte Trump 2024 deutlich gewonnen, nun sind sie für seine Partei überraschend umkämpft.

Trump begründete die Kehrtwende damit, dass sich Republikaner vor Ort einen persönlichen Auftritt statt einer virtuellen Kundgebung gewünscht hätten.

Bei der Wahl am Dienstag werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze neu vergeben. Die Demokraten wollen den Republikanern mindestens eine der beiden Kongresskammern abnehmen, um Trumps Handlungsspielraum einzuschränken. Gestiegene Lebenshaltungskosten und der Iran-Krieg belasten die Partei des Präsidenten. Bis Freitag hatten bereits 47,9 Millionen Menschen vorzeitig abgestimmt - ein Rekord.

(W.Novokshonov--DTZ)

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