Deutsche Tageszeitung - Vor dem Finale in Bischofshofen: Die Tournee-Favoriten im Check

Vor dem Finale in Bischofshofen: Die Tournee-Favoriten im Check


Vor dem Finale in Bischofshofen: Die Tournee-Favoriten im Check
Vor dem Finale in Bischofshofen: Die Tournee-Favoriten im Check / Foto: ©

Nach dem dritten Springen der Vierschanzentournee läuft alles auf einen Gesamtsieg des polnischen Topstars Kamil Stoch heraus. Der Kampf um das Podest könnte hingegen immens eng werden. Der SID bewertet die Aussichten der Top 5 vor dem Finale in Bischofshofen am Mittwoch (16.45 Uhr/ZDF und Eurosport).

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1. Kamil Stoch (Polen) 809,9 Punkte

Zweiter in Oberstdorf, Vierter in Garmisch-Partenkirchen, Sieger in Innsbruck: "König Kamil" springt eine blitzsaubere Tournee, hat den Wirbel über den Beinahe-Corona-Ausschluss seines Teams in Oberstdorf anscheinend mühelos weggesteckt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kamil sich das jetzt noch nehmen lässt", sagt der deutsche Bundestrainer Stefan Horngacher, der Stoch als Polens Coach 2016/17 und 2017/18 zum Tourneesieg führte - beide Male gewann der polnische Volksheld dabei auch das Finale in Bischofshofen.

Prognose: Unter regulären Bedingungen macht Stoch seinen dritten Tourneesieg perfekt und wird mit 33 Jahren zweitältester Champion nach Sepp Bradl bei der Premiere 1953.

2. Dawid Kubacki (Polen) 794,7 (Rückstand auf Stoch umgerechnet 8,5 Meter)

Kubacki liegt Bischofshofen sehr. Vor zwei Jahren erzielte er dort den aktuellen Schanzenrekord (145,0), 2020 sprang er die Bestweite in beiden Durchgängen, holte Tages- und Gesamtsieg. Der Garmisch-Sieger wirkt äußerst stabil, kann zudem befreit angreifen.

Prognose: Kubacki ist ein Spitzenkandidat für den Tagessieg - an Stoch kommt er aber nicht mehr heran. Mit Gesamtplatz zwei hinter seinem Teamkollegen sichert er aber den ersten Tournee-Doppelerfolg seit den Österreichern Stefan Kraft und Michael Hayböck 2014/15.

3. Halvor Egner Granerud (Norwegen) 789,3 (Rückstand auf Stoch umgerechnet 11,5 Meter)

Neun Saisonspringen lang lief die Granerud-Maschine wie eine Eins, nie war er schlechter als Platz vier. Dann aber kam diese so selektive Schanze in Innsbruck, auf der er seinen schlechtesten Sprung in diesem Winter und einen mittelguten ablieferte: Platz 29 nach dem ersten Durchgang, Platz 15 in der Endabrechung. Auffällig war, dass Granerud verunsichert wirkte, haderte, anfängt nachzudenken.

Prognose: Der Norweger ist angeknockt, Innsbruck könnte ihm zu schaffen machen. Er rutscht vom Podium.

4. Karl Geiger (Oberstdorf) 785,2 (Rückstand auf Stoch umgerechnet 13,5 Meter)

Auch für Geiger war Innsbruck ein Tag zum Vergessen in einer ansonsten glänzenden Saison. Wenn man allerdings sein Auftreten in den vergangenen Wochen als Maßstab nimmt, lässt vieles darauf hoffen, dass der Bergisel ein Ausrutscher nach unten bleibt. Geiger kann sich schnell fokussieren, auch im Vorjahr schwächelte er in Innsbruck und wurde zwei Tage später in Bischofshofen Zweiter.

Prognose: Geiger schlägt zurück, fängt Granerud noch ab und wird wie 2019/20 Tourneedritter.

5. Markus Eisenbichler (Siegsdorf) 776,5 (Rückstand auf Stoch umgerechnet 18,5 Meter)

Es ist nicht die Tournee des Weltmeisters: Drei seiner vier schlechtesten Saisonergebnisse kassierte Eisenbichler auf den bisherigen drei Schanzen, nur in Nischni Tagil (28.), als ihn eine Böe aus der Luft holte, war er schlechter. Das nagt an ihm, das motiviert ihn aber auch - zudem sind die Tagesplätze fünf, sieben und sechs auch alles andere als eine Katastrophe.

Prognose: Der "Eisei" kann befreit angreifen, hat nichts zu verlieren. In Bischofshofen landete er zumindest in den Top 3 der Tageswertung - zum Gesamtpodest reicht es aber nicht mehr.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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