Deutsche Tageszeitung - "Bad Boy" Gislason schämt sich für verbale Entgleisungen

"Bad Boy" Gislason schämt sich für verbale Entgleisungen


"Bad Boy" Gislason schämt sich für verbale Entgleisungen
"Bad Boy" Gislason schämt sich für verbale Entgleisungen / Foto: ©

Handball-Bundestrainer Alfred Gislason war in seinen frühen Jahren als Coach offenbar ein richtiger "Bad Boy". Dem Nachrichtenmagazin Focus sagte der 61-Jährige: "Ich schäme mich für viele Beleidigungen. Das Meiste habe ich verdrängt." Er habe vor zehn Jahren mal eine Feier mit seinen ehemaligen isländischen Spielern von Akureyri gehabt. "Die haben mir die Dinger vorgespielt, die ich da rausgehauen habe. Ich war kreidebleich, was ich da für Beleidigungsstürme abgelassen habe", sagte der Isländer.

Textgröße ändern:

Gislason, der mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Ägypten sein erstes Turnier bestreitet, nannte auch ein Beispiel. Einmal habe er mit seinem Team zur Halbzeit mit neun Toren hinten gelegen. Da habe er dem Torwart gesagt, er solle in der Kabine bleiben, weil er stattdessen lieber eine Mülltonne ins Tor stellen wolle. Die würde besser halten. "Wenn mir ein Trainer das gesagt hätte, wäre das wohl mein letztes Spiel unter ihm gewesen", sagte Gislason: "Ich selbst habe zwei Jahre nicht mehr in der isländischen Nationalmannschaft gespielt, weil ich Streit mit dem Trainer hatte."

Für die am kommenden Donnerstag beginnende WM möchte Gislason kein Ziel definieren: "Das ist in Deutschland extrem. Hier muss vor dem Start immer ein Ziel ausgegeben werden. Die Spanier würden nie sagen, wir müssen WM-Gold holen." So etwas setze eine Mannschaft unnötig unter Druck.

Zumal Konkurrenten wie Spanien bereits Ende Dezember und damit deutlich früher als die deutsche Nationalmannschaft mit dem gemeinsamen Training hätten beginnen können. Gislason: "Wir konnten uns ja schlecht über das Internet miteinander einspielen."

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

NFL-Rekordvertrag für Star-Quarterback Mahomes

Rekordgage für den Star-Quarterback: Patrick Mahomes und die Kansas City Chiefs haben sich auf eine Vertragsverlängerung mit einem NFL-Höchstwert von 504,75 Millionen US-Dollar (rund 437 Millionen Euro) geeinigt. Das gab Mahomes' Agentur Equity Sports am Mittwoch bekannt. "Er ist unser QB1, und den kriegt ihr nicht", bestätigten auch die Chiefs wenig später die spektakuläre Vertragsverlängerung bei X.

Medien: Brown-Wechsel zu Bayern vor Abschluss

Der Wechsel von Nationalspieler Nathaniel Brown zum deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München steht offenbar kurz vor dem Abschluss. Wie Bild meldet, wird der 22 Jahre alte Außenverteidiger voraussichtlich für eine Summe knapp unter 65 Millionen Euro inklusive Boni von Eintracht Frankfurt zum FCB wechseln.

Infantino: Fall Artan "unglücklich"

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat nach dem US-Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan im Vorfeld der Fußball-WM um Gelassenheit geworben. "Es ist unglücklich, was dem Schiedsrichter aus Somalia widerfahren ist. Auch hier gilt: Wir haben nicht alles im Griff. Wir versuchen es, wir werden darüber sprechen, wir werden uns beraten, wir werden sehen", sagte der Schweizer auf der Pressekonferenz vor dem Eröffnungsspiel am Donnerstag in Mexiko-Stadt.

Leverkusen gewinnt Rennen um Hertha-Juwel Eichhorn

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat das Rennen um Toptalent Kennet Eichhorn gewonnen. Die Verpflichtung des 16-Jährigen bestätigte der deutsche Meister von 2024 am Mittwochabend. Der Mittelfeldspieler von Zweitligist Hertha BSC war von zahlreichen Topklubs umworben worden.

Textgröße ändern: