Deutsche Tageszeitung - Nach Kritik der Kapitäne: IHF will Zuschauerfrage bei Handball-WM überdenken

Nach Kritik der Kapitäne: IHF will Zuschauerfrage bei Handball-WM überdenken


Nach Kritik der Kapitäne: IHF will Zuschauerfrage bei Handball-WM überdenken
Nach Kritik der Kapitäne: IHF will Zuschauerfrage bei Handball-WM überdenken / Foto: ©

Nach Kritik aus Spielerkreisen an der geplanten Zulassung von Fans bei der Handball-WM in Ägypten wird sich der Weltverband (IHF) noch einmal mit dem Thema beschäftigen. Die Zuschauerfrage werde am Sonntag mit dem ägyptischen Premierminister und Vertretern des Gesundheitsministeriums diskutiert, teilte die IHF auf Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Das Turnier (13. bis 31. Januar) beginnt in der kommenden Woche.

Textgröße ändern:

Das Spitzentreffen und die erneute Bewertung der Lage sei ohnehin geplant gewesen. Es gebe eine "kontinuierliche Evaluierung der Gesundheitssituation in Ägypten" durch die Behörden.

Die IHF habe nun "die Bedenken hinsichtlich der Zuschauer bei der WM zur Kenntnis genommen" und respektiere sie: "Das Schreiben, das in dieser Angelegenheit von der European Handball Players Union gesendet worden ist, wird im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden."

14 Kapitäne der europäischen Top-Nationen, darunter auch Uwe Gensheimer, hatten in einem gemeinsamen Brief an den IHF-Präsidenten Hassan Moustafa gefordert, keine Zuschauer zu den WM-Spielen zuzulassen. Man sei "äußerst besorgt über die Corona-Situation", dieses Gefühl habe "aufgrund der jüngsten Eskalation in den europäischen Ländern zugenommen".

Die IHF hatte noch unter der Woche bekräftigt, die vier WM-Hallen bis zu 20 Prozent mit Zuschauern zu füllen. Damit wurde die Hallenkapazität beim Mega-Turnier am Nil etwas reduziert, zuvor war von einer 30-prozentigen Auslastung die Rede gewesen.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Tour: Philipsen siegt - Engelhardts Flucht nicht belohnt

Der bislang so bitterlich enttäuschende belgische Sprintstar Jasper Philipsen hat seinen ersten Etappensieg bei der 113. Tour de France gefeiert, für die deutschen Radprofis erfüllte sich am Tag nach dem Drama um Florian Lipowitz der Traum vom ersten Tageserfolg seit fünf Jahren dagegen nicht. Während Philipsen im Spurt einer großen Gruppe nach 174,7 km in Voiron triumphierte, kam der deutsche Meister Felix Engelhardt bei einem mutigen Fluchtversuch nicht durch.

Ausfall bis Ende September: Torhüter Seimen fehlt Stuttgart

Der VfB Stuttgart muss ohne seinen neuen Stammtorhüter Dennis Seimen in die Saison der Fußball-Bundesliga starten. Wie der Champions-League-Teilnehmer am Mittwoch mitteilte, steht der 20-Jährige aufgrund einer Muskelverletzung bis mindestens Ende September nicht zur Verfügung. Seimen verletzte sich an der Oberschenkelrückseite. Auch Offensivspieler Justin Diehl zog sich eine Verletzung zu (Oberschenkelvorderseite) und fällt ebenso aus.

Hainer: "Menschenfänger" Klopp eine gute Lösung

Herbert Hainer hat sich als erster Vertreter des FC Bayern zur Personalie des designierten Bundestrainers Jürgen Klopp geäußert - und das erwartete Engagement rundum begrüßt. "Es braucht jetzt Motivation, Aufbruch, Stimmung. Wir haben ja gute Fußballer und das muss alles geordnet werden. Und ich glaube, dass Jürgen Klopp absolut der Richtige ist", sagte Hainer am Mittwoch in München.

Ecker-Rosendahl und Henkel würdigen Trainer Osenberg

Für Leichtathletik-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl (79) war ihr verstorbener Trainer Gerd Osenberg weit mehr als ein versierter Übungsleiter. "Er konnte sehr gut auf den einzelnen Menschen eingehen – so, dass es einem Spaß gemacht hat, Leistungssport zu machen", sagte die zweimalige Goldmedaillengewinnerin von München 1972 im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Textgröße ändern: