Deutsche Tageszeitung - Dopingprozess: Vier Jahre und zehn Monate Haft für Hauptangeklagten Mark S.

Dopingprozess: Vier Jahre und zehn Monate Haft für Hauptangeklagten Mark S.


Dopingprozess: Vier Jahre und zehn Monate Haft für Hauptangeklagten Mark S.
Dopingprozess: Vier Jahre und zehn Monate Haft für Hauptangeklagten Mark S. / Foto: ©

Der Hauptangeklagte Mark S. ist im Doping-Prozess um die aufsehenerregende Operation Aderlass zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das Landgericht München II befand den Erfurter Sportmediziner in 24 Fällen der Anwendung von Dopingmethoden sowie in zwei Fällen des unerlaubten Inverkehrbringens von Arzneimitteln für schuldig. Zudem belegte das Gericht Mark S. mit einem Berufsverbot von drei Jahren und einer Geldstrafe von 158.000 Euro.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer fünfeinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hielt eine Strafe von drei Jahren für angemessen. Der knapp vier Monate dauernde Prozess war der erste große "Stresstest" für das 2015 verabschiedete Anti-Doping-Gesetz.

Auch die Mitangeklagten wurden verurteilt. Dirk Q. bekam zwei Jahre und vier Monate, die Krankenschwester Diana S. ein Jahr und vier Monate auf Bewährung. Der Rettungssanitäter Sven M. (328 Tage a 20 Euro) sowie Ansgard S., Vater von Mark S. (280 Tagessätze a 35 Euro), kamen mit Geldstrafen davon.

Am 27. Februar 2019 fanden im Rahmen der Operation Aderlass Razzien bei der nordischen Ski-WM in Seefeld und in Deutschland statt. Mark S. sitzt seit seitdem in Untersuchungshaft, die Zeit wird auf seine Haftstrafe angerechnet.

Insgesamt verwickelt waren 23 Sportler aus acht Ländern. Betroffen waren unter anderem prominente Sportveranstaltungen wie die Olympischen Spiele 2014, 2016 und 2018, die Tour de France 2018, der Giro d’Italia 2016 und 2018, die Vuelta 2017, die nordische Ski-WM 2017 sowie weitere diverse Radrundfahrten und Wintersportveranstaltungen.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Vertragsverlängerung: Rangnick bleibt Österreich treu

Ralf Rangnick bleibt der österreichischen Nationalmannschaft treu und wird das Team auch nach der WM trainieren. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) informierte am Samstagabend über die Vertragsverlängerung mit dem Deutschen bis zur EM 2028 - und wertete dies als "klares Zeichen für Kontinuität". Rangnick ist seit Ende Mai 2022 Trainer der Österreicher und erreichte mit dem Team die EM 2024. Zudem meisterte er die Qualifikation für die WM in den USA, Mexiko und Kanada, erstmals seit 1998 sind die Österreicher wieder dabei.

Russell holt Pole Position vor Hamilton - Antonelli Dritter

George Russell hat sich die Pole Position für den Großen Preis von Katalonien gesichert und darf auf seinen ersten Sieg seit drei Monaten hoffen. Der Mercedes-Pilot drehte im Qualifying in Barcelona in 1:14,679 Minuten die schnellste Runde und stach damit nicht nur seinen Teamkollegen Kimi Antonelli aus: Der WM-Spitzenreiter wurde mit drei Zehntelsekunden Rückstand nur Dritter. Rekordweltmeister Lewis Hamilton holte im Ferrari den zweiten Platz, nur 64 Tausendstelsekunden lag er hinter Russell.

Revanche gegen Magdeburg: Berlin stürmt ins CL-Finale

Die Revanche geglückt, den Triumph vor Augen: Die Füchse Berlin sind nur noch einen Schritt vom ersten Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte entfernt. Im deutschen Halbfinale gegen den Ligarivalen SC Magdeburg behielt das Team um Welthandballer Matias Gidsel im packenden Offensivspektakel die Nerven und siegte 40:35 (19:17). Damit nahm Berlin erfolgreich Revanche für die Niederlage aus dem Vorjahresfinale und hat nun Europas Handball-Thron im Visier.

Vor WM-Start: Abschlusstraining mit Neuer

Mit Rückkehrer Manuel Neuer und allen anderen Stars aus dem 26er-Kader hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Abschlusstraining für den WM-Auftakt bestritten. Der 40 Jahre alte Keeper dürfte damit am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Houston gegen Außenseiter Curacao wie geplant im deutschen Tor stehen.

Textgröße ändern: