Deutsche Tageszeitung - OK-Chef Muto zu Tokio-Spielen: "Wir diskutieren nicht über eine Absage"

OK-Chef Muto zu Tokio-Spielen: "Wir diskutieren nicht über eine Absage"


OK-Chef Muto zu Tokio-Spielen: "Wir diskutieren nicht über eine Absage"
OK-Chef Muto zu Tokio-Spielen: "Wir diskutieren nicht über eine Absage" / Foto: ©

Präsident Toshiro Muto vom Organisationskomitee Tokio 2020 hält weiter "unerschütterlich" an einer Austragung der Olympischen Spiele in Tokio im Sommer fest, gab aber keine Garantie für die Teilnahme von Zuschauern ab. Muto räumte ein, dass die Menschen angesichts der Corona-Entwicklung weltweit besorgt seien, versicherte aber, dass die Spiele machbar seien - auch ohne Zuschauer.

Textgröße ändern:

"Wir diskutieren nicht über eine Absage", sagte Muto in einem Interview mit der französischen Nachrichtenagentur AFP gut sechs Monate vor dem geplanten Start der Spiele (23. Juli bis 8. August 2021). "Die Durchführung der Spiele ist unsere unerschütterliche Politik, zum jetzigen Zeitpunkt diskutieren wir nichts anderes", sagte Muto.

Die Lage ist jedoch angespannt, frühere Olympia-Organisatoren sagten zuletzt, dass ein Gelingen der Spiele "unwahrscheinlich" sei, ein Olympiasieger bezeichnete die Pläne sogar als "lächerlich". Jüngste Umfragen ergaben, dass mittlerweile viele Japaner die Spiele ablehnen, Japans Grenzen sind derzeit für ausländische Touristen so gut wie geschlossen.

Immer wieder wird auch diskutiert, ob Zuschauer zugelassen werden sollten. Muto sagte, es sei "nicht wünschenswert", die Spiele ohne Fans abzuhalten, aber auch nicht ausgeschlossen. Im November hatte Präsident Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gemeint, er sei "sehr, sehr zuversichtlich", dass Zuschauer zugelassen würden.

Im Frühjahr sollen erste Entscheidungen über die Form der Austragung fallen. Muto betonte, dass die Implementierung des 53-seitigen Coronavirus-Regelwerks enorm wichtig sei. Das Traktat schreibt regelmäßige Tests für Sportler vor, schränkt die Bewegungsfreiheit der Athleten ein und beschreibt genau, wie lange sich Athleten im Olympischen Dorf aufhalten dürfen. "Wenn wir das nicht gründlich planen, können wir keine sicheren Olympischen Spiele abhalten", sagte Muto.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Ilzer schließt Rücktritt bei Schicker-Abberufung nicht aus

Hoffenheims Trainer Christian Ilzer hat für den Fall einer Abberufung von Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker einen eigenen Rücktritt offengelassen. "Kann sein", antwortete der Österreicher auf die entsprechende Frage vor dem Topspiel bei Bayern München am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN): "Ich kann nichts ausschließen. Das hängt aber auch von vielen anderen Faktoren ab. Diese Faktoren werde ich hier nicht besprechen."

Papst ruft zu Respekt vor Tradition der "Olympischen Waffenruhe" auf

Papst Leo XIV. hat vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele dazu aufgerufen, die Tradition der "Olympischen Waffenruhe" zu respektieren. "Ich ermutige alle Nationen nachdrücklich, anlässlich der bevorstehenden Olympischen und Paralympischen Winterspiele dieses Instrument der Hoffnung, das die Olympische Waffenruhe darstellt, wiederzuentdecken und zu respektieren", erklärte der Papst am Freitag in einem vom Vatikan veröffentlichten Dokument. Dies sei "ein Zeichen und eine Verheißung für eine versöhnte Welt".

Cortina: Vonn absolviert erstes Abfahrtstraining

Lindsey Vonn tanzte mit ihren Teamkolleginnen, postete gut gelaunt Bilder auf Instagram und sang zu Musik von Usher. Die US-Amerikanerin hat sich beim ersten Test für ihr lädiertes Knie auch von einer über einstündigen Pause nicht aus der Ruhe bringen lassen: Das wenig aussagekräftige erste Training für die Olympia-Abfahrt am Sonntag (11.30 Uhr/ZDF und Eurosport) absolvierte sie ohne größere Zwischenfälle.

"Freue mich total": Draisaitl in Mailand gelandet

Er ist da! Deutschlands Eishockeystar Leon Draisaitl ist pünktlich zum Tag der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Mailand eingetroffen. Der NHL-Torjäger der Edmonton Oilers landete am Freitagmorgen am Flughafen Mailand-Malpensa, zahlreiche Medienvertreter warteten auf die Ankunft des deutschen Fahnenträgers.

Textgröße ändern: