Deutsche Tageszeitung - Vendee Globe: Kollision kostet Herrmann Podium

Vendee Globe: Kollision kostet Herrmann Podium


Vendee Globe: Kollision kostet Herrmann Podium
Vendee Globe: Kollision kostet Herrmann Podium / Foto: ©

Eine Kollision mit einem Fischerboot kurz vor dem Ziel hat Segler Boris Herrmann (39) bei der Vendee Globe dramatisch um die Chance aufs Podium gebracht. Während der Franzose Yannick Bestaven in der Nacht zum Donnerstag den Sieg bei der wohl härtesten Regatta der Welt feierte, verzögerte sich die Ankunft des deutschen Starters, der bei dem schweren Zwischenfall unverletzt blieb.

Textgröße ändern:

Um 20.50 Uhr am Mittwochabend ereignete sich 85 Seemeilen vor dem Ziel der Schock für den zu dem Zeitpunkt drittplatzierten Herrmann, der theoretisch auch noch Siegchancen besaß. "Plötzlich sah ich eine Wand neben mir, die Schiffe verhakten sich, ich hörte Männer rufen", berichtete Herrmann später von Bord seiner Yacht "Seaexplorer", die er jetzt am Donnerstagvormittag in den Hafen von Les Sables-d’Olonne steuern soll. Am Morgen lag er zwischenzeitlich auf Rang Fünf.

"So etwas habe ich auf See noch nie erlebt", sagte der enorm erfahrene Herrmann: "Aber das wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde." Sein Boot wurde dagegen deutlich beschädigt, unter anderem am Bug und am Foil (Tragflügel). Besonders kritisch sei gewesen, dass eine Leine riss, die den Mast seitlich gegen ein Umfallen sichert, teilte sein Team mit. Herrmann habe in den Stunden nach der Kollision "fieberhaft" daran gearbeitet, das Boot fahrtüchtig zu halten.

Im Zielort feierte unterdessen Bestaven, dessen Siegerzeit 80 Tage, 3 Stunden, 44 Minuten und 46 Sekunden beträgt. Er kam erst als Dritter hinter seinen Landsmännern Charlie Dalin und Louis Burton in Les Sables-d’Olonne an, profitierte aber von einer Zeitgutschrift für die Rettungsaktion des schiffbrüchigen Teilnehmers Kevin Escoffier. Auch Herrmann werden mit Ankunft sechs Stunden gutgeschrieben.

SID pl cl

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Krieg im Nahen Osten: Diamond League verschiebt Start in Katar

Der Auftakt der Diamond-League-Saison in Katar ist wegen der unsicheren Lage im Nahen Osten verschoben worden. Das Meeting der weltbesten Leichtathleten in Doha soll statt am 8. Mai erst am 19. Juni stattfinden - sofern es "die Lage zulässt", wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten. Wegen der dann erwarteten Hitze wurde das Event zudem in das Khalifa International Stadium verlegt, dort lassen sich die Temperaturen regulieren.

"Du musst ihn mitnehmen": Rufe nach Neuer-Comeback werden lauter

Nach seinem Gala-Auftritt in der Champions League mehren sich die Rufe nach einem DFB-Comeback von Torhüter Manuel Neuer bei der Fußball-WM. "Es müssen die besten Spieler zur WM, und Manu ist mit Abstand der beste Torhüter der Welt", sagte Neuers früherer Teamkollege und Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes dem Nachrichtenportal t-online: Es sei eine Entscheidung des Profis von Bayern München, "die er selbst getroffen und Nachfragen klar dementiert hat, aber aus meiner Sicht musst du ihn mitnehmen".

KSC und Eichner trennen sich im Sommer

Es hatte sich angedeutet, nun ist es offiziell: Fußball-Zweitligist Karlsruher SC und Trainer Christian Eichner gehen im Sommer getrennte Wege. Das bestätigte der KSC am Mittwoch. Die Entscheidung sei nach "mehreren intensiven Gesprächen, die in den vergangenen Wochen und Tagen stattgefunden haben", erfolgt.

Neuer-Zukunft: "Haben alle Zeit der Welt"

Nach der dritten Frage zu einer möglichen WM-Teilnahme hielt es Manuel Neuer nicht mehr aus. "Wir brauchen das Thema gar nicht aufmachen. Wo haben wir denn gespielt heute?", sagte der Torhüter des FC Bayern nach seiner überragenden Leistung beim 2:1 (1:0) im Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Real Madrid. "Wir reden jetzt nicht über die Nationalmannschaft", betonte er, "ich habe meine Sachen gesagt und konzentriere mich jetzt auf den FC Bayern."

Textgröße ändern: