Deutsche Tageszeitung - Bundesliga mit großer Aktion für Vielfalt - "Mia san bunt"

Bundesliga mit großer Aktion für Vielfalt - "Mia san bunt"


Bundesliga mit großer Aktion für Vielfalt - "Mia san bunt"
Bundesliga mit großer Aktion für Vielfalt - "Mia san bunt" / Foto: ©

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und ihre Klubs haben am 19. Spieltag der Bundesliga mit einer bemerkenswerten Aktion für Vielfalt geworben und sich gegen Diskriminierung sowie Intoleranz eingesetzt. So trat der VfB Stuttgart am Freitag gegen den FSV Mainz 05 (2:0) statt in Trikots mit dem obligatorischen roten Brustring mit einem Brustring in Regenbogenfarben an.

Textgröße ändern:

Im Rahmen des "Erinnerungstags im deutschen Fußball" standen in diesem Jahr besonders jene Menschen im Fokus, die aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität stigmatisiert und brutal verfolgt wurden.

Auch Champions-League-Sieger und Tabellenführer Bayern München engagierte sich bei der Aktion. Zum Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (4:1) leuchtete die Allianz Arena in Regenbogenfarben, Kapitän Manuel Neuer trug eine Spielführerbinde, die ebenfalls das Thema Vielfalt dokumentierte.

"Mia san bunt", betonte FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer. Die Aktionen waren Teil des Erinnerungstages im deutschen Fußball anlässlich der Befreiung des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945.

Der Erinnerungstag wurde 2004 durch die Initiative "!Nie wieder" ins Leben gerufen, die sich die Botschaft der Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau zu eigen gemacht hat. "Das gemeinsame Ziel des ’Erinnerungstages im deutschen Fußball’ ist es, einen Beitrag zu einer lebendigen Erinnerungskultur zu leisten und sich für ein respektvolles, wertschätzendes Zusammenleben starkzumachen", teilte die DFL mit.

Der VfB lief im Spiel gegen Mainz erstmals in der Vereinsgeschichte in einem Regenbogentrikot unter dem Motto "Bunt und Wild" auf. "Auch in unseren eigenen Reihen gab es Menschen, vor allem jüdischen Glaubens, die in Vernichtungslagern gequält und ermordet wurden. Diese Verbrechen an unschuldigen Menschen zu verurteilen und die Erinnerung an die Opfer wach zu halten, ist unser tiefes Bedürfnis und unsere Pflicht", hatte VfB-Präsident Claus Vogt geäußert.

Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ergänzte: "Die Fußballfamilie will einmal mehr darauf hinweisen, dass Toleranz in jeder Form in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein muss - – wir alle sind gefordert, diese Haltung zu leben: Auf dem Fußballplatz, in der Kurve und in unserem Alltag."

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Bundesliga prüft Angebot von US-Investor

Bei der Fußball-Bundesliga liegt erneut ein milliardenschweres Angebot eines externen Finanzinvestors auf dem Tisch. Es sei "zutreffend, dass der Bundesliga ohne Aufforderung ein Angebot für ein Fremdkapital-Modell auf Ebene des Ligaverbands vorgelegt wurde", teilte die Liga auf SID-Anfrage mit.

Weltmeister Norris siegt in Ungarn - Antonelli Dritter

Der Weltmeister schlägt zurück: Lando Norris ist bei der Hitzeschlacht auf dem Hungaroring cool geblieben und hat McLaren den ersten Saisonsieg in der Formel 1 beschert. Der britische Titelverteidiger behielt beim Großen Preis von Ungarn die Nerven, setzte sich bei Temperaturen um die 30 Grad vor Max Verstappen im Red Bull durch - und führte Papaya nach einer langen Durststrecke wieder an die Spitze der Königsklasse.

Korpatsch feiert Heimsieg in Hamburg

Tamara Korpatsch hat bei ihrem Heimspiel in Hamburg einen seltenen Sieg gefeiert. Die 31 Jahre alte Tennisspielerin gewann am Rothenbaum ihren zweiten Titel auf der WTA-Tour. Im Finale des Sandplatzturniers setzte sich Korpatsch gegen die Ungarin Anna Bondar 6:3, 6:3 durch. Ihr bis dato einziges Turnier hatte Korpatsch 2023 im rumänischen Cluj-Napoca gewonnen.

Sensationelles Gold in Hongkong: Eifler wird Fecht-Weltmeisterin

Säbelfechterin Larissa Eifler hat in Hongkong sensationell den WM-Titel gewonnen. Die 27 Jahre alte Psychologiestudentin aus Köln kämpfte sich mit Siegen über mehrere Weltklassegegnerinnen ins Finale, in dem sie sich nach einem schwachen Start gegen die Französin Sara Balzer 15:10 durchsetzte. Für den Deutschen Fechter-Bund (DFeB) ist es das erste Einzelgold bei Weltmeisterschaften seit 2010. Damals hatte Peter Joppich mit dem Florett gesiegt.

Textgröße ändern: