Deutsche Tageszeitung - Sieg aus vollem Anlauf beim Hallen-ISTAF: Mihambo nähert sich Top-Form an

Sieg aus vollem Anlauf beim Hallen-ISTAF: Mihambo nähert sich Top-Form an


Sieg aus vollem Anlauf beim Hallen-ISTAF: Mihambo nähert sich Top-Form an
Sieg aus vollem Anlauf beim Hallen-ISTAF: Mihambo nähert sich Top-Form an / Foto: ©

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) hat sich im ersten Härtetest des Olympia-Jahres ihrer Top-Form angenähert. Erstmals seit fast einem Jahr sprang die 26-Jährige beim Hallen-ISTAF in Düsseldorf wieder aus vollem Anlauf und gewann mit 6,74 m vor der weitengleichen Schwedin Khaddi Sagnia und der serbischen Olympiadritten Ivana Spanovic (6,61 m). "Es war ganz in Ordnung. Es hat etwas gedauert, bis ich reingekommen bin", sagte Mihambo am ARD-Mikrofon.

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Deutschlands Sportlerin des Jahres gelangen auf der ungewohnten Anlage im Düsseldorfer ISS Dome in fünf von sechs Versuchen Sprünge über 6,50 m, letztlich sicherte ihr der weitere zweitbeste Versuch (6,73) den Sieg vor Sagnia (6,66). Die Weltjahresbestleistung der US-Amerikanerin Monae Nichols (6,75 m) verpasste Mihambo lediglich um einen Zentimeter. Merle Homeier (Bückeburg) wurde mit 6,45 m gute Vierte, Lea-Jasmin Riecke (Mitteldeutscher SC) belegte mit 6,09 m Rang acht.

Mihambo hatte dem ISTAF in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt eine "essenzielle" Bedeutung in der Vorbereitung auf die in den kommenden Sommer verlegten Olympischen Spiele in Tokio zugeschrieben. Sie müsse sich "wieder an den langen Anlauf und die damit verbundenen höheren Kräfte" gewöhnen, "um dann wieder gut springen zu können", hatte sie dem SID gesagt.

Vor zwei Wochen war Mihambo (Hallenbestleistung 7,07 m) in Frankfurt aus kürzerem Anlauf mit 6,52 m in die Hallensaison eingestiegen. Auch am kommenden Freitag (17.00 Uhr/zdf.de) beim zweiten Hallen-ISTAF des Jahres in Berlin geht die Weltklasse-Athletin an den Start. "Ich freue mich schon darauf, ich will dann nochmal angreifen", sagte Mihambo.

Zuschauer waren in Düsseldorf coronabedingt nicht zugelassen, stattdessen hatten Kindergartenkinder 100 Pappfiguren gestaltet, um auf eine Kooperation mit der Hilfsorganisation Plan International aufmerksam zu machen.

(L.Svenson--DTZ)

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