Deutsche Tageszeitung - Mihambo siegt in Berlin mit Jahresweltbestleistung - Blech verliert knapp

Mihambo siegt in Berlin mit Jahresweltbestleistung - Blech verliert knapp


Mihambo siegt in Berlin mit Jahresweltbestleistung - Blech verliert knapp
Mihambo siegt in Berlin mit Jahresweltbestleistung - Blech verliert knapp / Foto: ©

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat beim Hallenmeeting ISTAF Indoor in Berlin ihre gute Frühform im Olympiajahr unterstrichen und sich mit einer Jahresweltbestleistung den Sieg gesichert. Die 27 Jahre alte Heidelbergerin setzte sich am Freitag in der Arena am Ostbahnhof mit 6,77 m durch und blieb zwei Zentimeter über der bisherigen Saisonbestmarke der US-Amerikanerin Monae’ Nichols.

Textgröße ändern:

Fünf Tage nach ihrem Sieg beim Düsseldorfer ISTAF Indoor gewann Mihambo mit ihrer im ersten Versuch erzielten Siegesweite vor Vizeweltmeisterin Maryna Beck-Romantschuk (Ukraine/6,64) und der US-Springerin Taliyah Brooks (6,49). In Düsseldorf hatte Deutschlands Sportlerin des Jahres mit 6,74 m gesiegt.

In einem packenden Stabhochsprung musste sich der Leverkusener Senkrechtstarter Torben Blech dem philippinischen Überraschungsmann Ernest John Obiena geschlagen geben. Beide übersprangen 5,80 m. Obiena, der seine persönliche Bestleistung gleich um 18 Zentimeter steigerte, benötigte aber weniger Fehlversuche. Blech hatte sich bei seinem Sieg in Düsseldorf auf 5,86 m gesteigert. Wie Obiena scheiterte er in Berlin dreimal an 5,87.

Dritter wurde Oleg Zernikel (Landau) mit einer Steigerung auf 5,72 m. Der WM-Vierte Bo Kanda Lita Bähre (Leverkusen) als Sechster (5,62) und Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) als Achter und Letzter (5,42) enttäuschten.

Über 60 m Hürden der Frauen sorgte die Vizeweltmeisterin Christina Clemons in 7,83 Sekunden für eine weitere Jahresweltbestleistung, Ricarda Lobe (Mannheim) kam im Finale auf Platz sechs (8,19).

Im 60-m-Sprint der Männer wurde Kevin Kranz (Wetzlar) beim Sieg des Ivorers Arthur Cisse (6,53) in 6,62 Sekunden Dritter, der deutsche 100-m-Rekordler Julian Reus (Erfurt) schied ebenso wie Vorjahres-Aufsteiger Deniz Almas (Wolfsburg) im Vorlauf aus. Bei den Frauen musste sich Lisa Mayer (Wetzlar) in 7,26 Sekunden nur der Slowenin Maja Mihalinec-Zidar (7,23) geschlagen geben.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

BVB holt Teenager Karetsas aus Genk

Der Wechsel von Konstantinos Karetsas zu Borussia Dortmund ist nach SID-Informationen in trockenen Tüchern. Der 18 Jahre alte Grieche kommt vom belgischen Erstligisten KRC Genk zu den Westfalen, wo er im offensiven Mittelfeld die Nachfolge von Julian Brandt antreten soll. Die Ablöse liegt bei kolportierten 30 Millionen Euro plus zwei Millionen Euro Bonuszahlungen, teurer war beim BVB in Summe nur der aktuelle Weltfußballer Ousmane Dembélé im Jahr 2016 (35 Millionen Euro).

England testet Keeper-Regel: Unterzahl bei taktischer Auszeit

Im Kampf gegen "taktische Auszeiten" und nur zum Schein behandelte Torhüter will der englische Fußball offenbar eine kreativen Regel testen. Die Idee: Betritt medizinisches Personal zur Behandlung eines Schlussmanns den Platz, hat der Trainer zehn Sekunden Zeit, einen Spieler zu benennen. Dieser muss das Feld für eine Minute verlassen.

Bericht: Merz holt Ex-Nationalspielerin Keßler ins Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz holt die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler einem Bericht des Handelsblatts zufolge in sein Regierungsteam. Die 38-Jährige, bisher UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, soll demnach als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt auf Christiane Schenderlein folgen. Die Europäische Fußball-Union kommentierte dies auf Anfrage zunächst nicht.

"Um die Ohren fliegen": Klopp erklärt Kongress-Verzicht

Sein Kommen war lange ausgemacht, doch als frischgebackener Bundestrainer wollte sich Jürgen Klopp dann doch nicht auf dem Internationalen Trainer-Kongress an seiner alten Wirkungsstätte Mainz präsentieren. Sein Auftritt dort hätte ihm "in den nächsten Tagen und Wochen um die Ohren fliegen" können, damit entschuldigte sich der 59-Jährige in einer Grußbotschaft für sein Fernbleiben. Klopp wurde von DFB-Sportdirektor Rudi Völler vertreten.

Textgröße ändern: