Deutsche Tageszeitung - Geiger Dritter der WM-Generalprobe - Granerud disqualifiziert

Geiger Dritter der WM-Generalprobe - Granerud disqualifiziert


Geiger Dritter der WM-Generalprobe - Granerud disqualifiziert
Geiger Dritter der WM-Generalprobe - Granerud disqualifiziert / Foto: ©

Skispringer Karl Geiger hat als Dritter der WM-Generalprobe im rumänischen Rasnov seine Formkrise beendet. Beim zweiten Saisonsieg des Japaners Ryoyu Kobayashi landete der Vizeweltmeister zum fünften Mal in dieser Saison auf dem Podest. Der zunächst als Gewinner gefeierte Norweger Halvor Egner Granerud wurde ebenso wie Weltmeister Markus Eisenbichler wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert.

Textgröße ändern:

"Das ist Balsam für die Seele, das tut mir unglaublich gut. Es ist gut zu wissen, dass man vorne mit dabei ist, wenn man ordentliche Sprünge zeigt", sagte Geiger, der zuletzt sechsmal in Folge die Top Ten verpasst hatte. Der Vorjahressieger von Rasnov flog auf 94,5 und 96,5 m und landete mit 255,7 Punkten hinter Kobayashi (257,9) und Vierschanzentournee-Gewinner Kamil Stoch aus Polen (256,3).

Eisenbichler (Siegsdorf), am Donnerstag noch Gewinner des Prologs, wurde in Abwesenheit der Topstars aus Österreich und Slowenien nach einem mäßigen und einem ordentlichen Sprung dagegen auf Rang 30 zurückgestuft. "Ich habe nach dem ersten Durchgang geschwitzt, und dann war der Anzug etwas zu groß. Leider konnte ich mich nicht mehr umziehen. Aber ich bin nicht traurig, so etwas passiert eben", sagte Eisenbichler im ZDF.

Zweitbester DSV-Adler im einzigen Saisonspringen von einer kleinen Schanze war somit Pius Paschke (Kiefersfelden) auf Rang sieben. Constantin Schmid (Oberaudorf) empfahl sich als Zwölfter für ein sechstes deutsches WM-Ticket, über das Bundestrainer Stefan Horngacher noch entscheiden muss. Severin Freund (Rastbüchl) landete auf Rang 14, Martin Hamann (Aue) verpasste als 34. dagegen den zweiten Durchgang.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Hoeneß: Wettbewerb ohne Europa "kannst du in die Tonne treten"

Uli Hoeneß sieht den geplanten Investoren-Deal von FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dem angedrohten Boykott der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zum Scheitern verurteilt. "Ich persönlich glaube, dass die Europäer noch gar nicht wissen, wie stark sie eigentlich sind. Einen Wettbewerb ohne Europäer kannst du in die Tonne treten", sagte Bayern Münchens Ehrenpräsident am Rande des Trainingslagers am Tegernsee: "Wenn die Europäer wirklich einig sind, wenn sie konsequent daran arbeiten, dann wird Herr Infantino mit diesem Plan nicht durchkommen."

"Totaler Krieg": Pressestimmen zum angedrohten WM-Boykott

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) droht im Machtkampf mit Gianni Infantino mit einem Boykott aller FIFA-Turniere, sollte der Präsident des Weltverbandes seinen Investoren-Deal durchdrücken. In der Fußballwelt ist vom "totalen Krieg" die Rede, auch Infantinos Rücktritt wird gefordert. Die internationalen Pressestimmen im Überblick.

Investoren-Pläne: UEFA will FIFA-Turniere boykottieren

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) droht im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino mit maximaler Eskalation. Auf der Dringlichkeitssitzung aller 55 Nationalverbände am Donnerstagnachmittag wurde ein Boykott aller FIFA-Turniere für den Fall beschlossen, dass Infantino seinen Investoren-Deal durchdrückt. Das teilte die UEFA in einem Statement mit.

Investoren-Pläne: UEFA droht mit Boykott aller FIFA-Turniere

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) droht im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino mit maximaler Eskalation. Nach SID-Informationen wurde auf der Dringlichkeitssitzung aller 55 Nationalverbände am Donnerstagnachmittag ein Boykott aller FIFA-Turniere für den Fall beschlossen, dass Infantino seinen Investoren-Deal durchdrückt. Dies hatte zuerst die britische Zeitung The Times berichtet.

Textgröße ändern: