Deutsche Tageszeitung - Olympia 2032: IOC-Kommission empfiehlt Brisbane als Kandidaten - Wirkungstreffer für Rhein-Ruhr

Olympia 2032: IOC-Kommission empfiehlt Brisbane als Kandidaten - Wirkungstreffer für Rhein-Ruhr


Olympia 2032: IOC-Kommission empfiehlt Brisbane als Kandidaten - Wirkungstreffer für Rhein-Ruhr
Olympia 2032: IOC-Kommission empfiehlt Brisbane als Kandidaten - Wirkungstreffer für Rhein-Ruhr / Foto: ©

Die Chancen der Rhein-Ruhr-Initiative auf eine erfolgreiche Bewerbung für Olympia 2032 sind auf ein Minimum gesunken. Wie Präsident Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) am Mittwoch nach einem Treffen der Exekutive mitteilte, hat die zuständige Evaluierungskommission den australischen Bundesstaat Queensland mit der Hauptstadt Brisbane als Kandidaten empfohlen.

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"Die Kommission hat der Exekutive empfohlen, für die Spiele der 35. Olympiade in einen zielgerichteten Dialog mit Brisbane 2032 und dem Nationalen Olympischen Komitee Australiens zu treten", sagte Bach nach der Sitzung: "Das Exekutivkomitee hat dieser Empfehlung nach sehr intensiven Diskussionen einstimmig zugestimmt."

Die sogenannte "Future Host Summer Commission", die sich unter der Leitung der Norwegerin Kristin Kloster Aasen mit der Bewertung zukünftiger Gastgeber befasst, hatte die Vorschläge mehrerer Städte und Regionen geprüft. Die nun gefällte Entscheidung, so Bach, sei "keine Entscheidung gegen irgendjemanden", sondern für die Australier.

Im weiteren Verlauf werde die zuständige Kommission nun detailliertere Gespräche mit dem Organisationskomitee Brisbanes und dem NOK Australiens "bezüglich ihres Potenzials als Gastgeber der Spiele 2032 aufnehmen", sagte Bach.

Die Initiative Rhein-Ruhr hat offiziell noch keine Bewerbung in den Ring geworfen. Doch diese sah Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet am Dienstag noch auf einem guten Weg. "Ich rechne damit, dass wir in Bälde offizieller Bewerber der Bundesrepublik für die Olympischen Spiele werden können", sagte der CDU-Vorsitzende. Andere deutsche Kandidaten werde es nicht geben. "Wir wollen 2032 die Spiele in Nordrhein-Westfalen ausrichten", bekräftigte Laschet: "Es gibt seit langer Zeit wieder die Chance auf eine deutsche Bewerbung."

Zuletzt hatte sich Leipzig um die Spiele 2012 beworben, war aber nicht in die Auswahl der fünf Kandidatenstädte gekommen. Geplante Bewerbungen von München und Hamburg für die Spiele 2022 bzw. 2024 waren durch Bürgerbefragungen frühzeitig gestoppt worden. Zuletzt hatte es 1972 in München Olympia auf deutschem Boden gegeben.

Neben Queensland und Rhein-Ruhr bekundeten bislang unter anderem auch Katars Hauptstadt Doha, Jakarta/Indonesien, Budapest und Madrid ihr Interesse an einer Bewerbung für die Spiele in elf Jahren. Immer wieder gehandelt wird auch ein gemeinsamer Anlauf von Nord- und Südkorea mit den Hauptstädten Pjöngjang und Seoul.

Australien hat bislang 1956 (Melbourne) und 2000 (Sydney) Olympische Sommerspiele ausgerichtet.

(L.Svenson--DTZ)

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