Deutsche Tageszeitung - Freund kann WM-Gold nach Leidenszeit kaum fassen: "Sehr emotional"

Freund kann WM-Gold nach Leidenszeit kaum fassen: "Sehr emotional"


Freund kann WM-Gold nach Leidenszeit kaum fassen: "Sehr emotional"
Freund kann WM-Gold nach Leidenszeit kaum fassen: "Sehr emotional" / Foto: ©

Zwei Kreuzbandrisse, viele Rückschläge - und jetzt WM-Gold mit der Mannschaft: Für Skispringer Severin Freund war der Team-Triumph zum Abschluss der Titelkämpfe in Oberstdorf ein ganz besonderer. "Mit meiner Story der letzten Jahre hätte ich nicht gedacht, dass ich heute ganz oben stehe. Das war sehr emotional", sagte der 32-Jährige am Samstag.

Textgröße ändern:

Freund hatte nach seinem WM-Titel 2015 im Einzel sowohl die Weltmeisterschaften 2017 als auch 2019 verpasst, sich in den vergangenen Monaten aber zurück ins Team gekämpft. "Ich glaube, man kann erahnen, was dieser Titel mir nach der ganzen Zeit bedeutet", sagte Freund.

Auch Markus Eisenbichler freute sich mit seinem Teamkollegen. "Wenn man mit einem Vorbild im Team ist wie Severin, der auch schon einen Haufen gerissen hat und jetzt wieder Weltmeister wird, das ist dann schon ganz besonders", sagte der nun schon sechsmalige Weltmeister.

Freund hatte schon bei seiner WM-Premiere 2011 in Oslo Bronze mit der Mannschaft gewonnen, 2015 in Falun dann Gold von der Großschanze und Silber von der kleinen. "Auch wenn ich schon so Sachen wie in Falun erlebt habe, wo alles ohne Nachdenken funktioniert und man weiß, dass jeder Sprung kommt, ist das heute trotzdem extrem", sagte der Routinier, der sich bei "dem ganzen Team" sowie "Frau und Kind" bedankte.

Auch Bundestrainer Stefan Horngacher lobte den ältesten Adler seines Teams. "Er hat auf dieses Ziel hingearbeitet, heute dabei zu sein. Da kann man nur gratulieren. Das war picobello", sagte der DSV-Coach.

Freund selbst freut sich nun auf ein paar ruhige Tage. "Der Tag hat Energie gekostet. Es wird ein bisschen dauern, bis das ankommt", meinte der Niederbayer: "Vielleicht ist es nicht das Schlechteste, dass die Raw Air ausfällt."

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

EM: Wesemann gewinnt Gold vom 1-m-Brett

Wasserspringer Moritz Wesemann hat bei der Schwimm-EM seinen Titel vom 1-m-Brett erfolgreich verteidigt und für die erste deutsche Goldmedaille in Paris gesorgt. Der 24-Jährige aus Halle krönte sich am Samstagabend mit 431,45 Punkten erneut zum Europameister. Kurz zuvor hatten die Turmspringerinnen Pauline Pfeif und Elena Wassen dem DSV-Team mit Silber das erste Edelmetall bei den diesjährigen Titelkämpfen beschert.

Pfeif und Wassen holen EM-Silber im Turmspringen

Vizeweltmeisterin Pauline Pfeif und Elena Wassen haben bei der Schwimm-EM im Turmspringen für die erste deutsche Medaille in Paris gesorgt. Das DSV-Duo sicherte sich im Synchronwettbewerb aus zehn Metern Höhe am Samstag mit 298,20 Punkten Silber.

Tour de France Femmes: Sprinterin Wiebes holt Gelb

Die niederländische Sprinterin Lorena Wiebes hat die erste Etappe der Tour de France Femmes gewonnen und sich damit das Gelbe Trikot gesichert. Die 27-jährige Fahrerin des Teams SD Worx – Protime setzte sich im Massensprint nach 138 km in Lausanne/Schweiz vor Kim Le Court (AG Insurance - Soudal) und Europameisterin Demi Vollering (FDJ - SUEZ) durch.

CONCACAF fordert "Aufarbeitung" von Infantinos Führung

Der Kontinentalverband CONCACAF hat mit unverblümter Kritik den Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino weiter erhöht. Die Idee eines Verkaufs von WM-Anteilen sei "das Symptom einer Führung, für die der Fußball nicht mehr an erster Stelle steht", teilte der Verband für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik am Samstag mit. Eine "umfassende Aufarbeitung dieser Präsidentschaft" sei zwingend erforderlich, hieß es weiter.

Textgröße ändern: