Deutsche Tageszeitung - Mit neutralem Status: Bis zu zehn russische Leichtathleten in Tokio erlaubt

Mit neutralem Status: Bis zu zehn russische Leichtathleten in Tokio erlaubt


Mit neutralem Status: Bis zu zehn russische Leichtathleten in Tokio erlaubt
Mit neutralem Status: Bis zu zehn russische Leichtathleten in Tokio erlaubt / Foto: ©

Russische Leichtathleten dürfen ab sofort wieder einen Status als neutrale Sportler beantragen, um unter bestimmten Bedingungen an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen. Wie Rune Andersen, Leiter der Russland-Taskforce im Weltverband World Athletics (WA), nach der Council-Sitzung am Donnerstag mitteilte, dürfen bis zu zehn Russen und Russinnen unter neutralem Status bei den Olympischen Spielen in Tokio und weiteren Meetings starten.

Textgröße ändern:

Diese Möglichkeit war im vergangenen Jahr ausgesetzt worden, nachdem der seit 2015 wegen Dopingskandalen suspendierte russische Verband RUSAF Verpflichtungen zur Wiedereingliederung nicht nachgekommen war und neue Verfehlungen bekannt geworden waren. Die Taskforce konnte aber zuletzt beobachten, dass die RUSAF den mehrstufigen Plan zur Wiedereingliederung befolge.

"Dass dieser Plan auf den Weg gebracht worden ist, kann aber nur der erste Schritt gewesen sein", sagte Andersen: "Wir haben internationale Experten vor Ort, die den Prozess überwachen und, falls notwendig, sofort Bericht erstatten." WA-Präsident Sebastian Coe sagte am Donnertag: "Wir sind davon überzeugt, dass der Wiederaufnahmeplan Substanz hat und zum Erfolg führen wird."

Die Ende November gewählte neue RUSAF-Führung hatte einen konkreten Plan zur Wiedereingliederung bis zur Deadline am 1. März vorgelegt. Dies war Voraussetzungen, um russischen Spitzensportlern wie Hochsprung-Weltmeisterin Marija Lassizkene, Hürdensprinter Sergej Schubenkow oder Stabhochsprung-Weltmeisterin Anschelika Sidorowa die Perspektive zu geben, um wieder als neutrale Athleten zu starten.

Wann Russland wieder international unter eigener Flagge antreten darf, ist hingegen noch völlig offen.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Neues Aufgabengebiet: Gensheimer nicht länger Löwen-Sportchef

Uwe Gensheimer ist nicht mehr Sportlicher Leiter des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen - bleibt dem Klub aber erhalten. Wie Löwen am Karfreitag mitteilten, werde der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft den Bundesligasiebten "im Zuge der Neuaufstellung" statt als Sportchef zukünftig "insbesondere bei Themen wie Internationalisierung, Scouting-Netzwerk und der strategischen Vereins-Entwicklung unterstützen und repräsentieren".

Bayern-Frauen gegen Barcelona erneut in der Arena

Die Fußballerinnen des FC Bayern werden im Halbfinale der Champions League erneut auf der größtmöglichen Bühne spielen. Das Hinspiel am 25. oder 26. April gegen den FC Barcelona bestreiten die Doublesiegerinnen wie erwartet in der Allianz Arena. Zum Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester United (2:1) waren dorthin trotz kalter Witterung 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer gekommen.

Einspruch stattgegeben: Löwen behalten doch Sieg gegen Lemgo

Einspruch stattgegeben: Die Rhein-Neckar Löwen behalten nun doch die zunächst aberkannten zwei Punkte aus ihrem Sieg in der Handball-Bundesliga gegen den TBV Lemgo Lippe. Die 2. Kammer des DHB-Bundessportgerichts hat die Wertung der Partie durch die Liga aufgehoben, wie es am Karfreitag in einer Mitteilung hieß. Gegen das Urteil kann aber noch binnen zwei Wochen Revision eingelegt werden.

Eta wird Cheftrainerin der Union-Frauen

Frauenfußball-Bundesligist Union Berlin nimmt zur kommenden Saison eine Änderung auf der Trainerposition vor. Wie der Klub an Karfreitag mitteilte, wird Marie-Louise Eta neue Cheftrainerin der Profimannschaft. Eta folgt auf Ailien Poese, die in Unions Nachwuchsleistungszentrum die Aufgabe als Cheftrainerin der Juniorinnen übernehmen wird.

Textgröße ändern: