Deutsche Tageszeitung - Dritte Aktion der Nationalspieler für Menschenrechte: "Wir für 30"

Dritte Aktion der Nationalspieler für Menschenrechte: "Wir für 30"


Dritte Aktion der Nationalspieler für Menschenrechte: "Wir für 30"
Dritte Aktion der Nationalspieler für Menschenrechte: "Wir für 30" / Foto: ©

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wiederholt ihre Botschaft für Menschenrechte. Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Nordmazedonien am Mittwoch in Duisburg versammelten sich die Spieler hinter einem Transparent mit der schwarz-rot-goldenen Aufschrift "Wir für 30" - ein neuerlicher Hinweis auf die 30 Artikel der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Präsident Fritz Keller vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) applaudierte auf der Tribüne.

Textgröße ändern:

Vor dem ersten Quali-Spiel auf dem Weg zur Winter-WM in Katar gegen Island (3:0) hatten die Nationalspieler selbst bemalte T-Shirts mit Großbuchstaben getragen und sich zur Botschaft HUMAN RIGHTS (Menschenrechte) aufgestellt. Vor dem Duell mit Rumänien (1:0) in Bukarest drehten sie dann ihre Trikots mit den Nummern nach vorne, um auf die Menschenrechtscharta aufmerksam zu machen.

Toni Kroos hat den kommenden WM-Gastgeber in bisher nicht gehörter Deutlichkeit kritisiert und will auch während der Endrunde seine Stimme für Menschenrechte erheben. "Die Gastarbeiter haben da ein pausenloses Arbeiten bei 50 Grad Hitze, sie leiden unter mangelnder Ernährung, fehlendem Trinkwasser, was bei den Temperaturen ein Wahnsinn ist", sagte der Mittelfeld-Star von Real Madrid im Podcast "Einfach mal luppen" mit seinem Bruder Felix.

Kroos, der bereits vor dem Island-Spiel verletzt abgereist war, nannte die Vergabe ans Emirat im Jahr 2010 "falsch" und sprach auch die Verfolgung Homosexueller an. Einen Boykott der WM befürwortet er wie der DFB nicht.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

UEFA hält an FIFA-Boykott fest

Die Europäische Fußball-Union UEFA hält im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino den Druck aufrecht. Trotz des Rückzugs der FIFA-Pläne für eine Öffnung gegenüber externen Investoren hält die UEFA an ihrem Boykott der Wettbewerbe des Weltverbandes fest. Das geht aus einer UEFA-Erklärung auf SID-Anfrage vom Donnerstag hervor. Zudem bekräftigte die UEFA, sie habe das Vertrauen in Infantino verloren.

Millionendeal perfekt: Diomande wechselt nach Madrid

Der Millionendeal ist perfekt: Shooting-Star Yan Diomande wechselt vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig zum spanischen Rekordmeister Real Madrid. Den Transfer bestätigten beide Vereine am Donnerstag, das 19 Jahre alte Offensivjuwel unterschrieb bei den Königlichen einen Vertrag bis 2033. Laut Medienberichten zahlt Real 125 Millionen Euro als feste Ablöse an RB, mit Boni könnte sich die Summe auf 140 Millionen Euro erhöhen.

Forlán wird Nationaltrainer in Uruguay

Der ehemalige uruguayische Stürmerstar Diego Forlán wird Trainer der Fußball-Nationalmannschaft seines Heimatlandes. Dies gab der uruguayische Fußballverband am Donnerstag bekannt. Forlán folgt auf Marcelo Bielsa, der mit der "Celeste" bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada bereits in der Gruppenphase gescheitert war.

Für zwei Jahre: Salah-Wechsel zu Trabzonspor perfekt

Der Wechsel von Altstar Mohamed Salah zum türkischen Fußball-Erstligisten Trabzonspor ist perfekt. Der Ägypter und langjährige Liverpool-Torjäger unterschrieb am Donnerstag einen Vertrag über zwei Jahre. Salah trug bei der Unterschrift ein Trikot des Klubs, der im Vorfeld vom "ersten Schritt einer unvergesslichen Reise" gesprochen hatte.

Textgröße ändern: