Deutsche Tageszeitung - Dublin gibt "keine Garantien für Mindestzuschauerzahl" bei der EM

Dublin gibt "keine Garantien für Mindestzuschauerzahl" bei der EM


Dublin gibt "keine Garantien für Mindestzuschauerzahl" bei der EM
Dublin gibt "keine Garantien für Mindestzuschauerzahl" bei der EM / Foto: ©

Irlands Hauptstadt Dublin ist womöglich der größte Wackelkandidat als Spielort bei der Fußball-Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli). Der irische Fußballverband FAI teilte am Mittwoch mit, man habe auf Anraten der Regierung die UEFA darüber informiert, dass man "aufgrund der COVID-19-Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage ist, Garantien für eine Mindestzuschauerzahl bei den Spielen der EURO 2020 zu geben".

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Am Mittwoch verstrich die Frist für die zwölf vorgesehenen Gastgeberstädte, zu denen auch der deutsche Spielort München gehört, bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ein Konzept für eine Teilzulassung von Zuschauern vorzulegen. Eine Garantie für die Zulassung von Fans wurde in dieser Phase des Entscheidungsprozesses allerdings noch nicht verlangt.

Der irische Verband wolle "die Angelegenheit im Auge behalten" und gemeinsam mit den Organisatoren in Dublin sowie der irischen Regierung "weiterhin alle Fragen mit der UEFA diskutieren".

FAI-Geschäftsführer Jonathan Hill sagte: "Wir haben unseren Antrag heute bei der UEFA eingereicht und warten nun auf ihre Antwort, sobald die Anträge aller zwölf Austragungsstädte eingegangen sind und berücksichtigt wurden."

Irland war um den Jahreswechsel von der Corona-Pandemie massiv betroffen, Mitte Januar lag die Sieben-Tage-Inzidenz auf der Grünen Insel bei über 926 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Am UEFA-Stichtag 7. April wurde eine landesweite Inzidenz von 70 registriert.

Zuvor gaben die Spielorte Rom, Amsterdam und Bilbao bekannt, mit einer Auslastung ihrer Stadien von 25 Prozent. In der italienischen Hauptstadt könnten dann jeweils rund 15.000 Fans zu den insgesamt vier Begegnungen zugelassen werden. Amsterdam plant mit 12.000 Fans, Bilbao mit 13.000. Die russische Metropole St. Petersburg hatte zuvor bereits eine Auslastung von 50 Prozent der knapp 70.000 Plätze in Aussicht gestellt.

(G.Khurtin--DTZ)

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