Speer-Star Vetter qualifiziert sich erst im letzten Versuch
Topfavorit Johannes Vetter (Offenburg) hat seinen Angriff auf Olympia-Gold holprig begonnen. Der deutsche Speerwurf-Rekordhalter übertraf in der ersten Qualifikations-Gruppe am Mittwochmorgen erst im letzten Versuch mit 85,64 m die zum direkten Einzug in die Entscheidung am Samstag (13.00 Uhr MESZ) geforderten 83,50 m.
Vetter, mit 97,76 m zweitbester Speerwerfer der Geschichte, hatte zuvor mit 82,04 und 82,08 m zwei schwache Würfe gezeigt.
Der Weltmeister von 2017, der vor fünf Jahren in Rio als Vierter eine Olympia-Medaille knapp verpasst hat, war zwischen Ende April und Ende Juni bei sieben Wettkämpfen in Serie stets über 91 Metern geblieben. Zuletzt zeigte seine Formkurve allerdings leicht nach unten. Rio-Olympiasieger Thomas Röhler (Jena) fehlt in Tokio verletzt.
(T.W.Lukyanenko--DTZ)