Dreiradfahrerin Majunke holt zweite Goldmedaille
Dreiradfahrerin Jana Majunke hat sich trotz extrem schwieriger Bedingungen mit Regen und Nebel die zweite Goldmedaille bei den Paralympics in Tokio gesichert. Nach ihrem Sieg im Zeitfahren triumphierte die 31-Jährige vom BPRSV Cottbus auch im Straßenrennen auf dem Fuji International Speedway über 26,4 km vor ihrer Teamkollegin Angelika Dreock-Käser.
"Das ist ganz besonders. So richtig fassen kann ich es nicht, besser kann es nicht laufen", sagte Majunke in der ARD. Die Strecke sei "sehr rutschig" gewesen: "Ich hatte Glück, dass ich nicht in Stürze verwickelt war. Ich habe versucht auszuweichen und Ärger zu vermeiden."
Majunke lag beim deutschen Doppelsieg in der Startklasse T1-2 in 1:00:58 Stunden 2:42 Minuten vor Dreock-Käser, die im Zeitfahren Dritte geworden war. "Jana Erste und ich Zweite - das ist echt super", sagte die 54-Jährige.
Für Majunke, die spastische Bewegungsstörungen hat, war es nach Bronze in Rio auf der Straße die dritte Paralympics-Medaille. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) besserte seine Bilanz damit auf zehn Goldmedaillen in Tokio auf, darunter drei der Radsportler. Auch Annika Zeyen hatte neben Majunke Platz eins belegt.
Im Team-Wettbewerb der Startklassen H1-5 über 24,3 km verpassten Zeyen, Bernd Jeffre und Vico Merklein am Donnerstag dagegen eine Medaille. Auf Rang vier fehlten dem DBS-Trio 44 Sekunden zu Bronze. Zuvor war Kerstin Brachtendorf, Dritte des Einzelzeitfahrens, im Straßenrennen in der Startklasse C4-5 nach 79,2 Kilometern auf Rang fünf gelandet.
Die deutschen Männer erlebten im Rennen der zusammengelegten Startklassen C1-3 dagegen eine herbe Enttäuschung. Als Bester eines Quartetts kam Rio-Sieger Steffen Warias nach 79,2 km auf Rang sieben, er hatte im Sprint in seiner Gruppe das Nachsehen. Der Zeitfahr-Dritte Matthias Schindler landete auf Rang 13. Fahnenträger Michael Teuber hatte im Rennen der zusammengelegten Startklassen nach einem Sturz auf der rutschigen Strecke keine Chance.
(Y.Leyard--DTZ)