Deutsche Tageszeitung - US-Sportstars um Rapinoe kämpfen für Recht auf Abtreibung

US-Sportstars um Rapinoe kämpfen für Recht auf Abtreibung


US-Sportstars um Rapinoe kämpfen für Recht auf Abtreibung
US-Sportstars um Rapinoe kämpfen für Recht auf Abtreibung / Foto: ©

Mehr als 500 aktuelle und ehemalige Sportlerinnen, Trainerinnen und Organisationen haben sich in einem offiziellen Schriftsatz an das Oberste Gericht der USA gewandt, um für das Recht auf Abtreibung zu kämpfen. Zu den Unterzeichnerinnen des "Amicus Curiae" (dt. Freund des Gerichts) zählen Fußball-Star Megan Rapinoe, Basketball-Ikone Diana Taurasi sowie die Olympiasiegerinnen Ashleigh Johnson (Wasserball) und Crissy Perham (Schwimmen).

Textgröße ändern:

"Als Athletinnen und Menschen im Sport müssen wir die Macht haben, wichtige Entscheidungen über unsere Körper zu treffen und die Kontrolle über unsere Fortpflanzung haben", forderte Rapinoe in einer Stellungnahme. Dass es Kräfte gebe, die ihr dieses Recht verwehren wollten, mache sie "wütend" und sei "un-amerikanisch". Rapinoe kündigte "heftige Gegenwehr" an.

Neben ihr gehören 25 weitere Olympia-Teilnehmerinnen zu den Unterzeichnerinnen der 73 Seiten starken Erklärung. Darin berichten einige andere wie Perham, die erstmals über ihre Abtreibung spricht, von individuellen Erfahrungen mit dem sensiblen Thema.

Hintergrund des öffentlichen Schritts von Rapinoe und Co. ist ein Rechtsstreit im US-Bundesstaat Mississippi. Der Supreme Court hat die mündliche Verhandlung dazu für den 1. Dezember auf die Tagesordnung gesetzt. Durch den Fall könnte die wegweisende Entscheidung des Obersten Gerichts aus dem Jahr 1973 ("Roe gegen Wade") rückgängig gemacht werden. Damals wurde der Schwangerschaftsabbruch in den USA unter das Recht auf Privatsphäre gestellt.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

"Schwierige Entscheidung": Sinner sagt für US Open ab

Wimbledon-Sieger Jannik Sinner hat wegen seiner anhaltenden Verletzungsprobleme die Teilnahme an den US Open abgesagt. Der Weltranglistenerste kann aufgrund seiner Beschwerden im rechten Knie beim letzten Grand Slam des Jahres (30. August bis 13. September) nicht an den Start gehen. Zuletzt hatte der Italiener bereits auf die Generalprobe in Cincinnati verzichtet.

Bericht: Keßler sagt Merz für Staatsministerinnen-Posten ab

Die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler wird einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge nicht als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt in das Regierungsteam von Bundeskanzler Friedrich Merz wechseln. Die 38-Jährige, derzeit UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, soll demnach dem Bundeskanzleramt abgesagt haben. Die Bild beruft sich auf Informationen aus Regierungskreisen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wollte den Bericht auf SID-Anfrage nicht kommentieren.

Freies Training: Antonelli auch in Zandvoort stark

WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli bleibt auch nach der Sommerpause der Gejagte in der Formel 1. Im einzigen freien Training zum Großen Preis der Niederlande in Zandvoort setzte sich der italienische Mercedes-Pilot mit einer Rundenzeit von 1:12,949 Minuten durch. Damit geht Antonelli, der nach elf Rennen 50 Punkte vor seinem ersten Verfolger Lewis Hamilton in der Gesamtwertung liegt, als Topfavorit in das Sprint-Qualifying (16.30 Uhr/Sky).

Bayer: Andrich muss Kapitänsbinde an Tapsoba abgeben

Bayer Leverkusens neuer Trainer Carles Martínez hat die Entmachtung von Kapitän Robert Andrich (31) bestätigt. Ab sofort fungiere Edmond Tapsoba als Spielführer der Werkself, Torjäger Patrik Schick sei dessen Vertreter, stellte der Spanier vor dem Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal am Samstag (13.30 Uhr/Sky) beim Drittligsten SV Wehen Wiesbaden klar.

Textgröße ändern: