Deutsche Tageszeitung - DOSB: Landessportbund Hessen spricht sich für Weikert aus

DOSB: Landessportbund Hessen spricht sich für Weikert aus


DOSB: Landessportbund Hessen spricht sich für Weikert aus
DOSB: Landessportbund Hessen spricht sich für Weikert aus / Foto: ©

Die Zahl der Fürsprecher für Thomas Weikert als künftigen Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nimmt weiter zu. Nachdem sich bereits 14 Spitzenverbände für den bisherigen Präsidenten des Tischtennis-Weltverbandes bei der Wahl des Nachfolgers von Alfons Hörmann am 4. Dezember stark gemacht hatten, sicherte nun auch Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen, dem Limburger Juristen seine Unterstützung zu.

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Weikert erfülle "in höchstem Maße alle Anforderungen, die das Amt des obersten Sportfunktionärs der Bundesrepublik mit sich bringt", wurde Müller in einer Mitteilung des LSB zitiert. Die "umfassende internationale und nationale Vernetzung auf der einen und sein direkter Bezug zur Vereinsbasis auf der anderen Seite" qualifizierten den 59-Jährigen als Hörmann-Nachfolger.

Weikert habe als Vizepräsident und Präsident des Tischtennis-Weltverbandes und als Präsident des Deutschen Tischtennis-Bundes "nicht nur die eigene Sportart richtungsweisend weiterentwickelt. Er hatte und hat bei seiner Arbeit immer den gesamten Sport im Blick und hat hier Zeichen gesetzt", so Müller, der zum Schluss kam: "Weikert vereint all das, was ein DOSB-Präsident mitbringen muss. Er ist ein idealer Vertreter des Leistungs- und des Breitensports."

Als Seitenhieb auf Hörmann, der nach anonymer Kritik an seinem Führungsstil ("Kultur der Angst") und einer Untersuchung der Ethikkommission seinen Rückzug angekündigt hatte, erklärte Müller, dass Weikert, "und das war bislang nicht selbstverständlich, überaus teamfähig ist und zudem in seinen unterschiedlichen Führungspositionen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kollegial, transparent und wertschätzend zusammengearbeitet hat."

Weikert tritt am Jahresende nicht mehr zur Wahl des ITTF-Präsidenten an. Er führte den Weltverband de facto seit 2014, vor vier Jahren wurde er für eine erste Amtszeit als Präsident gewählt.

Vonseiten anderer Landesverbände erhält Weikert allerdings bislang keine öffentliche Unterstützung. Zuletzt kündigte Stefan Klett, Präsident im Landessportbund NRW, an, ein Team für die Präsidiumswahlen zusammenzustellen, "in dem die LSB-Interessen sehr wahrnehmbar vertreten sein werden". Wer dieses Team anführen wird und gegebenenfalls als Nachfolger oder Nachfolgerin von Hörmann kandidiert, ist noch nicht bekannt.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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