Deutsche Tageszeitung - NHL: Panthers-Chefcoach Quenneville wegen Missbrauchsaffäre zurückgetreten

NHL: Panthers-Chefcoach Quenneville wegen Missbrauchsaffäre zurückgetreten


NHL: Panthers-Chefcoach Quenneville wegen Missbrauchsaffäre zurückgetreten
NHL: Panthers-Chefcoach Quenneville wegen Missbrauchsaffäre zurückgetreten / Foto: ©

Wegen einer über zehn Jahre zurückliegenden Missbrauchsaffäre ist Joel Quenneville als Chefcoach der Florida Panthers in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL zurückgetreten. Der 63-Jährige zog damit die Konsequenzen aus einem am Dienstag veröffentlichten unabhängigen Untersuchungsbericht. Laut diesem gehörte Quenneville 2010 zu einer Gruppe Verantwortlicher bei den Chicago Blackhawks, die die Missbrauchsvorwürfe des Profis Kyle Beach gegen einen Assistenztrainer nicht verfolgt hatten.

Textgröße ändern:

Quenneville hatte während seiner Zeit als Cheftrainer in Chicago dreimal den Stanley Cup (2010, 2013, 2015) gewonnen. Seinem Rücktritt am Donnerstag (Ortszeit) war ein Gespräch mit NHL-Commissioner Gary Bettman vorausgegangen. Alle Beteiligten seien sich laut eines NHL-Statements einig gewesen, dass es "nicht länger angemessen ist, dass er als Floridas Cheftrainer arbeitet".

Aufgrund des Vorfalls war am Dienstag bereits Blackhawks-Präsident Stan Bowman zurückgetreten. Zudem wurde der Klub aus der "Windy City" mit einer Geldstrafe von zwei Millionen Dollar belegt.

"Ich bewundere Kyle Beach für seinen Mut, sich zu melden. Ich bin entsetzt darüber, dass er bei seiner ersten Klage und in den elf Jahren danach so schlecht unterstützt wurde, und bedauere alles, was er durchgemacht hat", wurde NHL-Boss Bettman in einem Statement zitiert. Als Interimscoach übernimmt Andrew Brunette die Panthers, die in dieser Saison nach sieben Spielen noch ungeschlagen sind.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Bayern dominieren beim Wiedersehen mit Alba

Die Basketballer von Bayern München haben drei Monate nach der Finalschmach einen dominanten Prestigeerfolg gegen Alba Berlin gefeiert. Im Duell mit dem Meister gewann München klar mit 95:61 (40:24) und betrieb zumindest etwas Wiedergutmachung für die dramatische Niederlage in der Finalserie 2025/26. In dieser hatte Alba den Münchnern im Juni den Titel entrissen.

Münchens Milliardenplanung: Bund gibt "Olympia-Garantie"

Nach der Kür des nationalen Bewerbers rücken die Kosten für die Ausrichtung möglicher Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland in den Fokus. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Die Grünen) rechnet mit zehn Milliarden Euro, davon fünf Milliarden für das Eventbudget, das durch Ticketverkäufe und IOC-Zuschüsse gedeckt sein soll, und fünf Milliarden Euro für notwendige Infrastrukturmaßnahmen.

München ist deutsche Bewerberstadt für Olympische Spiele und Paralympics

München ist die deutsche Bewerberstadt für die Austragung der Olympischen Spiele und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Die bayerische Landeshauptstadt konnte sich in einer Abstimmung gegen die Region Köln-Rhein-Ruhr durchsetzen, wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Samstag in Baden-Baden verkündete. Nun kann sich München auf den internationalen Bewerberprozess für die Spiele 2036 vorbereiten, der im kommenden März beginnt und 2029 eine Entscheidung bringen soll.

DOSB stimmt ab: München bewirbt sich um Olympia

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bewirbt sich mit München um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden stimmten die wahlberechtigten Delegierten des DOSB am Samstag für die bayerische Landeshauptstadt. München setzte sich gegen den einzig verbliebenen Konkurrenten Köln/Rhein-Ruhr durch. Berlin hatte seine Bewerbung am Donnerstag zurückgezogen.

Textgröße ändern: