Deutsche Tageszeitung - Sportschau: Klett will DOSB-Präsident werden

Sportschau: Klett will DOSB-Präsident werden


Sportschau: Klett will DOSB-Präsident werden
Sportschau: Klett will DOSB-Präsident werden / Foto: ©

Stefan Klett will entgegen seiner bisherigen Pläne nun offenbar doch als Nachfolger von Alfons Hörmann Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) werden. Nach Informationen der Sportschau hat der Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen am Mittwoch in einem Schreiben an die Mitgliedsorganisationen des LSB angekündigt, dass er kandidieren werde.

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"Ich hatte zunächst vor, mich als Kandidat für das Amt eines Vizepräsidenten in das Team eines von mir favorisierten Präsidentschaftskandidaten einzubringen. Dieser hat sich nun entschieden, nicht zu kandidieren", zitierte die Sportschau Klett. Um wen es sich dabei handelt, blieb offen. Klett weiter: "Ich bin überzeugt, dass der DOSB einen wirklichen Neuanfang benötigt. Diesen würde ich gerne mit einem Team gestalten, das die Vielfalt der Mitglieder im DOSB abbildet."

Anfang Oktober hatte Klett die Aufstellung eines Teams für die Präsidentschaftswahlen im DOSB angekündigt. Damit reagierte der 54-Jährige auf die Unterstützung von 14 Spitzenverbänden für den Tischtennis-Funktionär Thomas Weikert. Klett wollte eigentlich nur "Mitglied des Teams sein", das für eine "erfrischende, effektive und schlagkräftige Richtung und nicht für ein Weiter-so" stehen soll. Jetzt steht er wohl doch an der Spitze.

Der DOSB sucht eine neue Führung, nachdem Hörmann angekündigt hatte, sein Amt niederzulegen. Vorausgegangen war eine Empfehlung der Ethikkommission, die sich nach Vorwürfen in einem anonymen Brief ("Kultur der Angst") mit der Arbeit des Präsidiums auseinandersetzte und Neuwahlen anregte. Alle Präsidiumsmitglieder werden zunächst bis 2022 gewählt.

Derzeit sucht eine Findungskommission mit Unterstützung einer Personalagentur potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten. Ob bei der Wahl auf der DOSB-Mitgliederversammlung am 4. Dezember in Weimar nur eine oder mehrere Personen um das Amt kämpfen werden, steht nicht fest. "Es ist alles möglich", sagte Ingo Weiss, Sprecher der Spitzenverbände.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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