Deutsche Tageszeitung - Mainz zu abgezockt: Arminia auch im zehnten Anlauf sieglos

Mainz zu abgezockt: Arminia auch im zehnten Anlauf sieglos


Mainz zu abgezockt: Arminia auch im zehnten Anlauf sieglos
Mainz zu abgezockt: Arminia auch im zehnten Anlauf sieglos / Foto: ©

Grobe Abwehrfehler, keine Punkte, kein Befreiungsschlag: Arminia Bielefeld wartet in der Fußball-Bundesliga auch nach dem zehnten Anlauf weiter auf den ersten Saisonsieg. Die Mannschaft von Trainer Frank Kramer verpasste die Revanche für das Pokal-Aus vom Dienstag und verlor auch in der Liga gegen Mainz 05 verdient mit 1:2 (1:1). Die Bielefelder bleiben auf Abstiegsrang 17, während die Mainzer nach dem dritten Pflichtspielsieg in Serie vorerst auf Europa-League-Platz fünf springen.

Textgröße ändern:

Jae-sung Lee (25.) traf mit seinem ersten Bundesligator zur Führung für die Mainzer, Jacob Laursen glich noch vor der Pause für die Arminia aus (42.), die vor vier Tagen mit 2:3 nach Verlängerung bei den Mainzern verloren hatte. Jonathan Burkardt (69.) traf vor 19.477 Zuschauern zum Sieg für die Gäste.

"Es gilt, eine Jetzt-erst-recht-Mentalität zu zeigen", hatte Kramer nach der Pokalpleite gesagt - und tauschte seine Elf im Vergleich zum Pokalspiel direkt auf fünf Positionen. Unter anderem Sturmtank Fabian Klos stand nach fast vier Wochen mal wieder in der Startelf. FSV-Coach Bo Svensson vertraute seiner siegreichen Elf vom Dienstag.

Und die Hausherren zeigten gleich, dass sie etwas gut zu machen hatten. Bryan Lasme setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch, scheiterte mit seinem Abschluss aber an FSV-Keeper Robin Zentner (3.). Die Mainzer antworteten prompt, Karim Onisiwo setzte seinen Kopfball jedoch freistehend links vorbei (9.). Die Partie verflachte in der Folge etwas, beide Mannschaften taten sich mit geordnetem Aufbauspiel sehr schwer.

Mainz übernahm immer mehr die Spielkontrolle und belohnte sich: Onisiwo setzte sich auf rechts durch, scheiterte mit seinem Abschluss an Stefan Ortega-Moreno, doch Lee stand goldrichtig und staubte aus wenigen Metern zur verdienten Führung ab. Nur wenig später bot sich Onisiwo die große Möglichkeit mit einem Flachschuss aus acht Metern zu erhöhen, er verzog aber kläglich (35.).

Die DSC-Abwehr war von der Rolle, doch Mainz brachte den Ball einfach nicht im Tor unter und wurde bestraft: Nach einer Mainzer Doppelchance lief der Gegenangriff, an dessen Ende der Däne Laursen aus 15 Metern zum überraschenden Ausgleich traf.

Nach dem Seitenwechsel waren weiterhin die Gäste am Drücker und setzten sich immer wieder tief in der Bielefelder Hälfte fest. Abschlüsse von Jean Paul Boetius (49.) und David Nemeth (57.) führten aber noch nicht zum Erfolg, Burkardt machte es wenig später besser.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Investoren-Affäre: Fifa-Spitze stellt sich hinter Infantino

Nach einer Krisensitzung in Marokko hat die Spitze des Fußball-Weltverbandes Fifa ihrem umstrittenen Präsidenten Gianni Infantino volle Rückendeckung gegeben. "Im Anschluss an ein Treffen in Rabat bekräftigten der Fifa-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der Fifa-Geschäftsleitung ihre uneingeschränkte Unterstützung für Fifa-Präsident Gianni Infantino", hieß es am späten Mittwochabend in einer Erklärung. Zugleich wurden in der den Weltfußball in Atem haltenden Investoren-Affäre "Fehler" eingestanden.

FIFA-Statement: Rückendeckung für Infantino

Ein angedeutetes Fehlereingeständnis, aber keine Spur von Rücktrittsgedanken - und ein satter Gegenangriff auf seine Kritiker: FIFA-Präsident Gianni Infantino bleibt nach einem Krisentreffen im Amt. Wie der Fußball-Weltverband am späten Mittwochabend mitteilte, habe der 56-jährige Schweizer bei der Zusammenkunft mit ranghohen Funktionären im FIFA-Büro für Afrika klare Rückendeckung erfahren.

Fehlstart der Hartplatzsaison: Zverev scheitert in Montréal

Alexander Zverev hat seine Hartplatzsaison mit einem herben Dämpfer eröffnet. In Spiel eins nach der Finalniederlage von Wimbledon verlor der Weltranglistendritte nach dürftiger Leistung mit 7:6 (7:3), 2:6, 4:6 gegen den Niederländer Tallon Griekspoor. Damit ist das ATP-Masters in Montréal für den 29-Jährigen schon wieder beendet.

Schwimm-EM: Wesemann gewinnt Gold vom 3-m-Brett

Wasserspringer Moritz Wesemann hat sich bei der Schwimm-EM in Paris zum zweiten Mal zum Europameister gekrönt. Vier Tage nach seinem Sieg vom 1-m-Brett triumphierte der 24-Jährige auch im Finale vom 3-m-Brett. Mit 506,80 Punkten ließ der Sportsoldat aus Halle/Saale den Franzosen Jules Boyer (484,60) und den Briten Jordan Houlden (474,90) hinter sich und wiederholte seinen EM-Erfolg von 2023.

Textgröße ändern: