Deutsche Tageszeitung - "Unentschuldbar": Kiel verliert sensationell in Lübbecke

"Unentschuldbar": Kiel verliert sensationell in Lübbecke


"Unentschuldbar": Kiel verliert sensationell in Lübbecke
"Unentschuldbar": Kiel verliert sensationell in Lübbecke / Foto: ©

Dem Rückschlag bei der Kaderplanung folgt die Blamage in der Provinz: Der THW Kiel hat am Samstag bei Aufsteiger TuS N-Lübbecke völlig überraschend mit 29:25 (9:13) verloren und muss damit gleich die nächste schlechte Nachricht verdauen. Erst tags zuvor war bestätigt worden, dass Schlüsselspieler Sander Sagosen den deutschen Handball-Rekordmeister verlassen wird.

Textgröße ändern:

Es war bereits Kiels viertes Ligaspiel in Serie ohne Sieg, der THW (12 Punkte) droht als Tabellendritter den Anschluss an das Spitzenduo SC Magdeburg (16) und Füchse Berlin (15) zu verlieren. Beide sind am Sonntag noch im Einsatz. Lübbecke holte überhaupt erst den dritten Saisonsieg und entfernte sich ein wenig von den Abstiegsplätzen.

Die Niederlage habe "sehr viele Gründe", sagte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi bei Sky: "Das ist unentschuldbar. Ohne die Leistung von Lübbecke schmälern zu wollen, ist das für uns eine Blamage. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir nicht ab der ersten Minute alles auf den Platz gebracht haben. Kernig sein ist manchmal wichtiger als Qualität. Und als wir uns reingekämpft haben, war es schon zu spät."

Beim Traditionsklub aus Ostwestfalen tat der THW sich von Beginn an schwer, nach 13 Minuten stand erstmals eine Zwei-Tore-Führung für Lübbecke (7:5). Kiels Trainer Filip Jicha nahm eine Auszeit, mahnte seine Mannschaft zur bissigen Gangart ("Die wollen hart spielen!") und stellte die Abwehr um - das Problem lag aber auch vorne. Denn der Favorit verzweifelte am herausragenden TuS-Torwart Aljosa Rezar, Lübbecke zog auf sechs Tore davon (11:5).

Vor 1534 Zuschauern hielt der Außenseiter auch in Hälfte zwei den beachtlichen Vorsprung, Tom Skroblien (9 Tore), Lutz Heiny und Peter Strosack (beide 6) trugen die Mannschaft als beste Werfer.

Kiels Rückraum-Star Sagosen kam im ersten Spiel nach seiner Abschiedsankündigung auf sieben Treffer. Seit Freitag ist klar: Der Norweger, um den Kiel so gerne seine künftige Mannschaft aufgebaut hätte, wird seinen 2023 auslaufenden Vertrag nicht verlängern und wohl in seine Heimat zu Kolstad Handball wechseln. Die Vorstellung in Trondheim könnte noch am Sonntag erfolgen, wann genau Sagosen den THW verlässt, ist noch unklar.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Rad-WM: Koch verpasst Medaille - Vollering triumphiert

Franziska Koch hat bei der Straßenrad-WM in Montreal eine weitere Medaille deutlich verpasst. Sechs Tage nach Bronze im Einzelzeitfahren musste sich die 26-Jährige aus Mettmann beim Triumph der Niederländerin Demi Vollering in einem packenden Straßenrennen mit Platz zehn begnügen.

Kiel gibt Derbysieg gegen Flensburg aus der Hand

Der THW Kiel hat einen Derbysieg in der Handball-Bundesliga aus der Hand gegeben und den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Das neu formierte Team des ebenfalls neuen Trainers Börge Lund kam gegen die SG Flensburg-Handewitt in einem umkämpften Nordduell zu einem 31:31 (18:14) und bleibt Tabellenzweiter hinter Flensburg. Für beide war es nach fünf Siegen der erste Punktverlust.

Debüt mit "Sternchen": Brunner schießt U21 zum Sieg in Lettland

Sturmjuwel Paris Brunner hat die deutschen U21-Fußballer bei seinem Debüt mit einem Doppelpack beinahe im Alleingang zum Sieg in Lettland geschossen. Beim 4:0 (2:0) im drittletzten EM-Qualifikationsspiel traf der 20-Jährige erst nach 53 Sekunden, später dann sehenswert aus der Distanz (41.). Zudem waren Nicoló Tresoldi (52.) und Arijon Ibrahimovic (76.) im beschaulichen Daugava-Stadion in Riga für das Team von DFB-Trainer Antonio Di Salvo erfolgreich.

Perfektes Debüt: Brunner schießt U21 zum Sieg in Lettland

Sturmjuwel Paris Brunner hat die deutschen U21-Fußballer bei seinem Debüt mit einem Doppelpack beinahe im Alleingang zum Sieg in Lettland geschossen. Beim 4:0 (2:0) im drittletzten EM-Qualifikationsspiel traf der 20-Jährige erst nach 53 Sekunden, später dann sehenswert aus der Distanz (41.). Zudem waren Nicoló Tresoldi (52.) und Arijon Ibrahimovic (76.) im beschaulichen Daugava-Stadion in Riga für das Team von DFB-Trainer Antonio Di Salvo erfolgreich.

Textgröße ändern: