Deutsche Tageszeitung - Niederlage in Leipzig: Dortmund stolpert auf der Bayern-Jagd

Niederlage in Leipzig: Dortmund stolpert auf der Bayern-Jagd


Niederlage in Leipzig: Dortmund stolpert auf der Bayern-Jagd
Niederlage in Leipzig: Dortmund stolpert auf der Bayern-Jagd / Foto: ©

Borussia Dortmund hat auf der Jagd nach Rekordchampion Bayern München einen bitteren Rückschlag kassiert. Im Topspiel beim glänzend aufspielenden Vizemeister RB Leipzig verlor der ersatzgeschwächte DFB-Pokalsieger am Samstag nach zuvor vier Liga-Siegen in Serie mit 1:2 (0:1). In der Tabelle liegt der BVB mit 24 Zählern nun vier Punkte hinter dem Spitzenreiter aus München auf Rang zwei.

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Ein Christopher Nkunku (29.) in Weltklasse-Form und Yussuf Poulsen (68.) schossen Leipzig zum so ersehnten Erfolg gegen einen Top-Gegner, zwischenzeitlich hatte Marco Reus (52.) ausgeglichen. Die bislang wechselhaften Sachsen, die unter der Woche aus der Champions League ausgeschieden waren, kletterten auf Rang fünf und stehen nur noch sechs Punkte hinter Dortmund. Gleichzeitig ist das Team von Trainer Jesse Marsch seit sieben Ligaspielen ungeschlagen.

Nach der bitteren 1:3-Niederlage in der Königsklasse gegen Ajax Amsterdam musste BVB-Trainer Marco Rose auch in Leipzig auf zahlreiche Profis wie den am Hüftbeuger verletzten Star-Torjäger Erling Haaland verzichten. Vorne sollten Reus und Donyell Malen wirbeln. In der Dreierkette setzte der Coach unter anderem auf Marin Pongracic, der nach brisanten Aussagen in einem Interview-Stream ("Erling ist acht Wochen raus") vom Klub zur Ordnung gerufen worden war.

Da auch Leipzig vor 43.429 Zuschauern wie gewohnt mit einer Dreier-/Fünferkette begann, gab es zum Anfang wenig Räume. Beide Teams suchten nach Lücken zwischen den Linien - und Leipzig fand die erste. Nach einem Dortmunder Ballverlust steckte Tyler Adams stark in die Gasse auf Nkunku (13.) durch. Der Franzose scheiterte im Eins-gegen-Eins jedoch an BVB-Torwart Gregor Kobel, den Nachschuss setzte Dominik Szoboszlai links vorbei.

Marschs Forderung ("Ein Sieg ist Pflicht") schien gefruchtet zu haben. Die in den Zweikämpfen enorm giftigen Gastgeber machten Druck, vor allem Nkunku beschäftigte die BVB-Abwehr enorm. Nach einem Dribbling des Ausnahmetechnikers (19.) musste Kobel wieder klären. Und während die Dortmunder mit ihren versuchten Schnittstellenpässen ins Leere liefen, schlug RB zu. Josko Gvardiol überspielte von der Mittellinie die komplette Dortmunder Verteidigung, der durchstartende Nkunku umkurvte Kobel und schob lässig ein.

Nach der Pause stellte Rose um, brachte Ansgar Knauff für den glücklosen Pongracic - doch Leipzig blieb brandgefährlich. Nach einer wunderschönen Kombination durch die RB-Reihen wurde Yussuf Poulsen (51.) im letzten Moment beim Schuss geblockt. Das zweite Tor lag in der Luft. Es war jedoch offenbar ein Hallo-Wach-Effekt für die Dortmunder, die mit ihrer ersten richtigen Offensivaktion trafen. Thomas Meunier schickte Reus deckungsgleich zum Leipziger Treffer steil und der Kapitän vollstreckte eiskalt.

Die spielbestimmende Mannschaft blieb aber auch nach dem Ausgleichstreffer RB. Einen Kopfball von Nkunku (60.) kratzte Kobel mit einem starken Reflex aus dem Winkel, ehe er vier Minuten später nur hinterherschauen konnte. Mit zwei Tricks tanzte Nkunku durch den Dortmunder Strafraum und traf lediglich den Pfosten. Kurz darauf legte der überragende Flügelflitzer von links für Poulsen auf, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste.

(B.Izyumov--DTZ)

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