Deutsche Tageszeitung - Knapp 31 Jahre Haft: Olympia-Chef von Rio 2016 verurteilt

Knapp 31 Jahre Haft: Olympia-Chef von Rio 2016 verurteilt


Knapp 31 Jahre Haft: Olympia-Chef von Rio 2016 verurteilt
Knapp 31 Jahre Haft: Olympia-Chef von Rio 2016 verurteilt / Foto: ©

Der langjährige brasilianische Sportfunktionär Carlos Arthur Nuzman, bei den Olympischen Sommerspielen und Paralympics 2016 in Rio de Janeiro Präsident des lokalen Organisationskomitees, ist wegen Korruption, organisierter Kriminalität, Geldwäsche und illegaler Finanztransfers zu 30 Jahren, elf Monaten und acht Tagen Haft verurteilt worden. Dem 79-Jährigen war wegen angeblichen Stimmenkaufs bei der Vergabe der Spiele am Zuckerhut der Prozess gemacht worden. Nuzman kann gegen das Urteil vom Donnerstag (Ortszeit) in Berufung gehen.

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Neben Nuzman, der 22 Jahre lang das Nationale Olympische Komitee Brasiliens anführte, wurden auch Rio-2016-Generaldirektor Leonardo Gryner (13 Jahre) sowie der damalige Gouverneur des Bundeslandes, Sergio Cabral (zehn Jahre), von einem Bundesgericht in Rio verurteilt. Während Cabral bereits seit November 2016 im Gefängnis sitzt und wegen diverser anderer Verbrechen schon über 300 Jahre aufgebrummt bekommen hat, dürfen Nuzman und Gryner zumindest bis zur Berufung auf freiem Fuß bleiben.

Im März 2017 hatte die französische Zeitung Le Monde von möglichen Stimmenkäufen bei der Wahl Rios zum Olympiagastgeber berichtet, Nuzman und Gryner wurden dann sieben Monate später während der Operation "Unfair Play" verhaftet.

Bestechungsgelder sollen unter anderem Lamine Diack, damals Präsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF, sowie dessen Sohn Papa Massata erhalten haben. Die beiden Senegalesen waren im vergangenen September in Paris wegen anderer Vergehen zu Haftstrafen verurteilt worden.

(Y.Leyard--DTZ)

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