Deutsche Tageszeitung - DOSB-Mitgliederversammlung: Präsidentschaftskandidatin Bokel zugeschaltet

DOSB-Mitgliederversammlung: Präsidentschaftskandidatin Bokel zugeschaltet


DOSB-Mitgliederversammlung: Präsidentschaftskandidatin Bokel zugeschaltet
DOSB-Mitgliederversammlung: Präsidentschaftskandidatin Bokel zugeschaltet / Foto: ©

Präsidentschaftskandidatin Claudia Bokel ist bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Weimar nicht persönlich vor Ort, sondern ließ sich aus Infektionsschutzgründen zuschalten. Sie sei vor wenigen Tagen bei einer Veranstaltung gewesen, bei der es zu Coronafällen gekommen sei. Der zweite verbliebene Anwärter Thomas Weikert ist bei der Veranstaltung in der Weimarhalle zugegen.

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Ebenfalls nicht in Thüringen waren der scheidende DOSB-Präsident Alfons Hörmann und die zum Jahresende abtretende Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker. Beide seien auf ärztlichen Rat nicht angereist, sagte der ebenfalls nicht mehr für seinen Posten kandidierende DOSB-Vize Kaweh Niroomand in seiner Begrüßungsrede.

Bokel (48), Olympia-Silbermedaillengewinnerin 2004 mit der Degen-Mannschaft und derzeit Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB), war gemeinsam mit dem langjährigen Tischtennis-Spitzenfunktionär Weikert (60) sowie CSU-Politiker Stefan Mayer (47) von einer Findungskommission unter Leitung des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff für die Hörmann-Nachfolge vorgeschlagen worden. Mayer zog seine Kandidatur am 14. November zurück.

Hörmann (61) tritt nach acht Jahren an der DOSB-Spitze nicht mehr an. Ein anonymer Brief vom 6. Mai mit Vorwürfen an die Führung in Frankfurt ("Kultur der Angst") hatte eine Krise im Dachverband des deutschen Sports ausgelöst. Nach einer Empfehlung der Ethikkommission entschied sich Hörmann für Nachwahlen des gesamten Präsidiums. Die Affäre zog weitere Kreise, in deren Folge Rücker (51) am 12. November ihr vorzeitiges Ausscheiden bekannt gab.

(B.Izyumov--DTZ)

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