Deutsche Tageszeitung - Zuschauerbeschränkungen: Alba-Macher Baldi fürchtet "existenzielles Problem"

Zuschauerbeschränkungen: Alba-Macher Baldi fürchtet "existenzielles Problem"


Zuschauerbeschränkungen: Alba-Macher Baldi fürchtet "existenzielles Problem"
Zuschauerbeschränkungen: Alba-Macher Baldi fürchtet "existenzielles Problem" / Foto: ©

Marco Baldi, Geschäftsführer des deutschen Basketballmeisters Alba Berlin, hat wegen der erneuten Zuschauerbeschränkungen Alarm geschlagen. "Die Ballsportarten, die nicht Fußball sind, die haben ein richtiges Problem - und zwar ein existenzielles Problem", sagte der 59-Jährige am Rande des Bundesligaspiels gegen die Niners Chemnitz (83:62) bei MagentaSport.

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Die Schwierigkeit bei den Corona-Maßnahmen sei aktuell, dass "nur reduziert wird, aber die Hilfen nicht da sind. Und wenn das so bleibt, dann wird es düster", so Baldi. Noch wurden den Klubs keine neuen staatlichen Zuschüsse in Aussicht gestellt.

BBL-Präsident Alexander Reil hofft, dass sich das noch ändern wird. Es müsse "ein Stückweit selbstverständlich sein", über "eine Fortführung von solchen Hilfen" zu sprechen. Er hoffe darauf, "dass es eine entsprechende Hilfe geben wird".

Die jüngsten Entscheidungen im Kampf gegen die Pandemie sieht der Vorsitzende der MHP Riesen Ludwigsburg mit gemischten Gefühlen. "Ich habe gedacht, wir sind weiter. Auch, was die Differenzierung von Maßnahmen angeht", sagte Reil: "Wenn man den Ausschluss von Zuschauern ein Stückweit als Symbolpolitik wertet, in der Hoffnung, dass sich dadurch die Menschen noch disziplinierter verhalten, dann mag es richtig sein."

Es sei aber "schwierig, auf der einen Seite über überlastete Krankenhäuser zu berichten und auf der anderen Seite Bilder aus Stadien oder Hallen mit bis zu 50.000 Zuschauern zu zeigen", so Reil, man müsse mehr differenzieren. "Bei einem Konzept mit 2G-Plus ist die Wahrscheinlichkeit der Weitergabe von Infektionen sehr gering." Die Politik solle "in den nächsten Wochen und Monaten endlich mal strategisch" vorgehen.

Alba-Macher Baldi betonte, er gehöre in der Krise "nicht zu denen, die alles besser wissen und sich beschweren". Man müsse "diese Maßnahmen verstehen und nachvollziehen. Ich will jetzt auch nicht beurteilen, ob das alles richtig ist. Wir sind Teil der Gesellschaft und tragen da auch unseren Anteil zu bei."

(M.Travkina--DTZ)

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