Deutsche Tageszeitung - Schempp sieht Olympia in Peking kritisch

Schempp sieht Olympia in Peking kritisch


Schempp sieht Olympia in Peking kritisch
Schempp sieht Olympia in Peking kritisch / Foto: ©

Der ehemalige Biathlon-Weltmeister Simon Schempp sieht die Vergabe der Olympischen Winterspiele an China äußerst kritisch. Peking sei "bezüglich Menschenrechten und allem, was man sonst so liest, nochmal eine andere Nummer" als die letzten Austragungsorte, sagte der 33-Jährige dem Sport-Informations-Dienst (SID) vor der Vorstellung seiner Biografie "Zieleinlauf": "Generell glaube ich, dass es nach wie vor nicht der Ort ist, wo der Wintersport zu Hause ist. Da hätte ich auch ohne Pandemie keine vollen Stadien erwartet."

Textgröße ändern:

Mit Peking setze sich die negative Entwicklung bei der Vergabe Olympischer Spiele aber nur weiter fort. "Bei zwei von meinen drei Olympiateilnahmen war die Zuschaueranzahl und die Stimmung wie bei einer deutschen Meisterschaft", monierte Schempp nach seinen Erfahrungen von Vancouver und Pyeongchang. Nur in Sotschi seien es "richtige Festspiele" gewesen. "Bei den anderen Spielen hat man nur an den Ringen auf der Startnummer gesehen, dass man bei Olympia ist", so Schempp.

Einen Olympiaboykott findet der Anfang 2021 zurückgetretene Schwabe schwierig. "Für Sportler ist das irgendwo ihr Job, damit verdient man sein Geld", sagte der Massenstart-Zweite von Pyeongchang: "Das ist das, worauf man Jahre hinarbeitet. Da muss man schon zwischen Politik und Sport komplett trennen. Als Sportler hast du das Ziel Olympia, die Chance kriegt man nicht so oft im Leben." Er glaube auch nicht, dass es zu einem Boykott kommen wird. Deshalb müsse man sich als Athlet "auf seine Aufgaben konzentrieren, alles andere mindert die Leistung."

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Boxen: Zachenhuber verliert WM-Kampf in Dschidda

Boxprofi Simon Zachenhuber hat seine unverhoffte WM-Chance nicht zum WBO-Triumph genutzt, sich aber hervorragend verkauft. Im saudi-arabischen Dschidda unterlag der Supermittelgewichtler aus Bayern dem weiter ungeschlagenen Titelträger Hamzah Sheeraz (Großbritannien) am späten Samstagabend unerwartet knapp nach Punkten. Es war Zachenhubers zweite Niederlage im 31. Profikampf.

Nach Test-Wirbel: Ansah stürmt in 10,00 zum Titel

Owen Ansah ist trotz des Wirbels um seinen verweigerten Dopingtest bei der Leichtathletik-DM in Wattenscheid ganz souverän erneut zum Titel über 100 m gesprintet und hat an seinem deutschen Rekord gekratzt. Der 25 Jahre alte deutsche Rekordhalter aus Hamburg gewann im Lohrheidestadion in glatten 10,00 Sekunden und blieb nur zwei Hundertstel über seiner Bestmarke aus dem Juni.

Norris rast zur Pole - Strafen für Hamilton und Antonelli

Die Serie von Mercedes in der Formel 1 ist gerissen: Lando Norris ist in Budapest zur Pole Position gerast. Der britische Weltmeister setzte sich bei der Zeitenjagd für den Großen Preis von Ungarn am Sonntag (15.00 Uhr MESZ/Sky) mit einer Runde von 1:17,207 Minuten durch und startet vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc und seinem McLaren-Teamkollegen Oscar Piastri. Beide profitierten von jeweiligen Strafen für Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Spitzenreiter Kimi Antonelli.

Norris beendet Mercedes-Serie - Strafe für Hamilton

Die Serie von Mercedes in der Formel 1 ist gerissen: McLaren-Pilot Lando Norris ist in Budapest zur Pole Position gerast. Der britische Weltmeister setzte sich bei der Zeitenjagd für den Großen Preis von Ungarn am Sonntag (15.00 Uhr MESZ/Sky) mit einer Runde von 1:17,207 Minuten knapp vor seinem Landsmann Lewis Hamilton im Ferrari (+0,012 Sekunden) und dessen Teamkollege Charles Leclerc (+0,238) durch. Im elften Hauptrennen der Saison steht damit erstmals kein Silberpfeil auf dem ersten Startplatz.

Textgröße ändern: