Deutsche Tageszeitung - Bayen-Präsident Hainer will Mitglieder-Meinung "intensiver einholen"

Bayen-Präsident Hainer will Mitglieder-Meinung "intensiver einholen"


Bayen-Präsident Hainer will Mitglieder-Meinung "intensiver einholen"
Bayen-Präsident Hainer will Mitglieder-Meinung "intensiver einholen" / Foto: ©

Präsident Herbert Hainer vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München hat nach dem Chaos auf der Jahreshauptversammlung Fehler zugegeben, seinen allgemeinen Kurs will er aber nicht ändern. "Wir dürfen uns nach einem solchen Abend insgesamt nicht von unserem Weg abbringen lassen. Ich bin mit Leib und Seele Bayern-Fan, mit voller Leidenschaft bei dieser Aufgabe dabei", sagte der 67-Jährige im Interview mit der Sport-Bild.

Textgröße ändern:

Hainer gestand aber auch einen Fehler ein. "Mit dem jetzigen Wissen" würde er die Jahreshauptversammlung "nicht mehr vorzeitig beenden", sagte er: "Ich wollte den Mitgliedern auch nicht das Wort abschneiden, habe es in dem Moment aber so empfunden, dass kein sachlicher Dialog mehr möglich gewesen wäre."

Ihm sei klar geworden, dass eine Mitgliederversammlung bei einem Fußballklub "viel emotionaler als eine Hauptversammlung bei einer Aktiengesellschaft" verlaufe. Die "Hainer raus"-Rufe und die aufgeheizte Stimmung hätten ihm "persönlich natürlich wehgetan", verriet der frühere Adidas-Boss: "Es war keine angenehme Sache."

Als Konsequenz wolle er die Meinung der Mitglieder bei strittigen Fragen wie dem Katar-Sponsoring "in der Zukunft noch intensiver einholen".

Ob der 2023 auslaufende Vertrag mit Qatar Airways verlängert wird oder nicht, wollte Hainer nicht prophezeien. "Dieses Thema ist komplex und muss insgesamt differenzierter betrachtet werden", sagte er. Es sei aber "keine leichte Aufgabe, der Erwartungshaltung unserer Fans auf der ganzen Welt gerecht zu werden, dass ihr FC Bayern international immer oben mitspielt – und gleichzeitig unserer gesellschaftlichen Verantwortung."

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Boxen: Zachenhuber verliert WM-Kampf in Dschidda

Boxprofi Simon Zachenhuber hat seine unverhoffte WM-Chance nicht zum WBO-Triumph genutzt, sich aber hervorragend verkauft. Im saudi-arabischen Dschidda unterlag der Supermittelgewichtler aus Bayern dem weiter ungeschlagenen Titelträger Hamzah Sheeraz (Großbritannien) am späten Samstagabend unerwartet knapp nach Punkten. Es war Zachenhubers zweite Niederlage im 31. Profikampf.

Nach Test-Wirbel: Ansah stürmt in 10,00 zum Titel

Owen Ansah ist trotz des Wirbels um seinen verweigerten Dopingtest bei der Leichtathletik-DM in Wattenscheid ganz souverän erneut zum Titel über 100 m gesprintet und hat an seinem deutschen Rekord gekratzt. Der 25 Jahre alte deutsche Rekordhalter aus Hamburg gewann im Lohrheidestadion in glatten 10,00 Sekunden und blieb nur zwei Hundertstel über seiner Bestmarke aus dem Juni.

Norris rast zur Pole - Strafen für Hamilton und Antonelli

Die Serie von Mercedes in der Formel 1 ist gerissen: Lando Norris ist in Budapest zur Pole Position gerast. Der britische Weltmeister setzte sich bei der Zeitenjagd für den Großen Preis von Ungarn am Sonntag (15.00 Uhr MESZ/Sky) mit einer Runde von 1:17,207 Minuten durch und startet vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc und seinem McLaren-Teamkollegen Oscar Piastri. Beide profitierten von jeweiligen Strafen für Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Spitzenreiter Kimi Antonelli.

Norris beendet Mercedes-Serie - Strafe für Hamilton

Die Serie von Mercedes in der Formel 1 ist gerissen: McLaren-Pilot Lando Norris ist in Budapest zur Pole Position gerast. Der britische Weltmeister setzte sich bei der Zeitenjagd für den Großen Preis von Ungarn am Sonntag (15.00 Uhr MESZ/Sky) mit einer Runde von 1:17,207 Minuten knapp vor seinem Landsmann Lewis Hamilton im Ferrari (+0,012 Sekunden) und dessen Teamkollege Charles Leclerc (+0,238) durch. Im elften Hauptrennen der Saison steht damit erstmals kein Silberpfeil auf dem ersten Startplatz.

Textgröße ändern: